Das Tanklager in Lannach zählt zu den wichtigsten Standorten für Österreichs Ölreserven. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten bereitet Österreich zurzeit die Freigabe von 325.000 Tonnen Rohöl vor. Grundlage dafür ist ein Beschluss der Internationalen Energieagentur. Noch ist allerdings unklar, ob dafür tatsächlich auch Öl aus Lannach auf den Markt gebracht wird. „Die dafür nötige Auslagerungsverordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus liegt derzeit noch nicht vor“, sagt ELG-Geschäftsführer Michael Niklas.

Klar ist: Der Standort in der Weststeiermark spielt als drittgrößtes Erdöllager Österreichs eine zentrale Rolle. In den markanten Tankanlagen entlang der B 76 lagern Hunderttausende Tonnen Rohöl für den Krisenfall.

Österreichs Ölpolster

Die Erdöl-Lagergesellschaft ELG verweist in einer Aussendung auf ihre Funktion als zentrale Bevorratungsstelle der Republik. Sie sichere mit strategischen Pflichtnotstandsreserven die gesetzlich vorgeschriebene 90-Tage-Bevorratung Österreichs ab. Gemeinsam mit Vertragspartnern stünden österreichweit rund 2,7 Millionen Tonnen Erdöleinheiten zur Verfügung. „Ein Teil davon wird auch im Tanklager Lannach gelagert“, erklärt ELG-Geschäftsführer Niklas im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

Viel mehr wollte er allerdings nicht sagen. Nur so viel: Es sei „kein Geheimnis“, dass es in Lannach ein großes oberirdisches Tanklager gebe – und damit naturgemäß auch ein entsprechendes Aufmerksamkeitspotenzial.