Auf dem wohl bekanntesten Acker in Preding könnten bald die Bagger auffahren. Bekanntheit erreichte das Areal aufgrund eines umstrittenen Wohnbauprojekts, gefolgt von einem Aufschrei der Bevölkerung samt Unterschriftenaktion.
Auf einer 23.290 Quadratmeter großen Fläche samt Waldstück hätten 17 Wohnhäuser mit 105 Einheiten sowie ein Kinderspielplatz und ein Nahwärmeheizwerk errichten werden sollen. Kritisiert wurde etwa die Rodung eines Waldstücks und die steigende Verkehrsbelastung, die Sorge um die Oberflächenentwässerung war ebenfalls groß. Rund ein Jahr setzten sich viele Bürger gegen den damaligen Projektwerber und sein Vorhaben zur Wehr. Mit Erfolg: Das Projekt wurde gekippt.
Weniger Wohnungen geplant
Es wurde ruhig um das Grundstück. Nun tritt ein neuer Bauwerber auf den Plan. Der einstige Projektwerber verkauft das Areal an die Rottenmanner Siedlungsgenossenschaft. Laut Bürgermeister Andreas Stangl soll das Wohnbauprojekt allerdings kleiner ausfallen, als das vorangegangene. Das Waldstück soll ebenfalls erhalten bleiben. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger offen über das Projekt informiert werden. Die Kundmachung kann man aktuell auf der Gemeindehomepage lesen.
„Rottenmanner ist eine angesehene Genossenschaft. Sie schaffen mit den gemeinnützigen Wohnungen leistbares Wohnen für die Bevölkerung und der Bedarf ist jedenfalls da“, zeigt er auf. Die Gemeinde verfüge zudem über ausreichend Kapazitäten in der Infrastruktur, um den künftigen Zuzug zu stemmen. Bauchweh bereite ihm dieses Projekt daher keines, mit einem weiteren Aufschrei der Bevölkerung rechnet er ebenso wenig.
Über 60 Wohnungen geplant
Auf Nachfrage heißt es von der Rottenmanner Siedlungsgenossenschaft, dass der Grundstücksverkauf bald abgeschlossen ist, rein das wirtschaftliche Eigentum sei noch nicht eingetreten. Alles nur noch eine Frage der Zeit, sobald alles erledigt ist, wolle man den Architektenwettbewerb für das Projekt starten. Wie lange dieser dauern wird, könne derzeit nicht gesagt werden. Erste Ideen für die weststeirische Liegenschaft gebe es aber bereits. „Wir möchten über 60 Wohnungen bauen. Natürlich nicht alle auf einmal, sondern in Bauabschnitten und nach Bedarf“, heißt es seitens der Siedlungsgenossenschaft.
Die gemeinnützigen Wohnungen werden hauptsächlich eine Fläche von rund 70 Quadratmetern aufweisen, geplant seien allerdings auch ein paar kleinere und größere Einheiten. Nähere Details zum Bauprojekt, werden laut Rottenmanner erst nach dem Bewerb feststehen, ebenso wann mit einem Baustart gerechnet werden kann.