Der Voranschlag 2020, erstellt nach dem neuen Gemeindehaushaltsrecht (siehe Infobox), ist noch äußerst gewöhnungsbedürftig. Aber weniger das Formale sorgte in der jüngsten Sitzung des Feldbacher Stadtparlaments für Zündstoff. SPÖ-VizebürgermeisterBernhard Koller begründete die Ablehnung durch seine Fraktion damit, dass man bereits ein Budget mit einem negativen Ergebnis – einem Abgang von 427.700 Euro – vorgibt. Und dann holte Koller mit einer Tirade zum Schlag gegen die ÖVP aus, die auf dem sozialen Auge blind sei. Er sprach von einem „bitteren, schwarzen Freitag“, dem 13., weil für sozial bedürftige Personen nichts vorgesehen sei. Der Sozialfonds sei auf 4000 Euro gekürzt worden.
Bürgermeister Josef Ober (ÖVP) bremste ihn ein und wies das zurück: „Wir haben absolut nichts gestrichen, die 30.000 Euro sind eingearbeitet, die 4000 Euro gibt es zusätzlich.“ Ober ließ das von Stefan Ortauf, dem Chef der Buchhaltung der Stadt, bestätigen.