In den vergangenen Monaten herrschte Funkstille, was die Rückerlangung von „RA“-Kennzeichen im Altbezirk Radkersburg angeht. Das Aus für die Orthopädie am LKH-Standort und die Rotkreuz-Bezirksfusion von Radkersburg und Feldbach zogen alle Aufmerksamkeit auf sich.
Doch jetzt kommt wieder Bewegung in die Causa: Wie berichtet, startete die Bürgerliste Bad Radkersburg (BBR) unter Christina Merlini eine Petition zur Rückerlangung des RA-Kennzeichens. Das war im Oktober 2024. Im April 2025 wurde die Aktion mit 588 online gesammelten Unterschriften beendet. Insgesamt hätten sich mehr als 700 Unterzeichnende für „RA“ ausgesprochen, so die Fraktionsvorsitzende.
Antrag einstimmig beschlossen
Die Unterschriftenaktion wurde an das Land übermittelt – und nach Monaten des Urgierens gab es eine Reaktion aus dem Büro des Landeshauptmanns, wie Merlini in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete: „Die Rückmeldung des Landes war, dass dies eine Angelegenheit des Verkehrsministeriums sei, und es hilfreich wäre, wenn das Regionalmanagement auf Ansuchen des Gemeinderates die Petition an das Verkehrsministerium heranträgt.“
Daraufhin stellte Merlini den Antrag, den Vorstand des Regionalmanagements zu bitten, die Unterschriftenpetition beim Verkehrsministerium einzubringen. „Ich kann sagen, was der zu tun hat? Hast du auch andere Gemeinden im Boot?“, fragte der zweite Vizebürgermeister Johannes Wonisch (FPÖ). „Wir haben Unterschriften bis Mureck“, konterte Merlini.
Tatsächlich lässt sich aus der Statistik der Online-Petition herauslesen, dass die meisten Unterzeichnenden aus den Gemeinden Bad Radkersburg, Mureck, Halbenrain und Deutsch Goritz kommen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen, indes merkte Bürgermeister Karl Lautner (ÖVP) eindringlich an: „Das heißt aber nicht, dass die Stadtgemeinde das RA-Kennzeichen will. Wir ersuchen nur das Regionalmanagement, die Unterschriftenpetition zu übermitteln.“
Entzweit „RA“ Südoststeiermark?
Michael Fend, Geschäftsführer des Regionalmanagements, wertet die Kennzeichen-Debatte als eine politische Sache und nicht als Aufgabe des Regionalmanagements. Zur Bitte des Gemeinderats, die Unterschriftenliste an das Verkehrsministerium zu übermitteln, will man sich im Vorstand beraten.
Was er von „RA“ auf den Kennzeichen halten würde, lässt sich Fend nicht entlocken. Und ob eine Rückkehr von „RA“ auf den Nummerntafeln den Bezirk Südoststeiermark entzweien könnte? Soweit will Fend noch nicht denken: „Das sind andere, die das entscheiden. Wir haben einen Bezirk und ein Regionalmanagement. Das passt aus meiner Sicht gut.“