Über das Vermögen der „Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH“ mit Sitz in Welten (Bezirk Jennersdorf) wurde am Landesgericht Eisenstadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Dies teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Dienstag mit.
Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich auf rund 867.000 Euro. Von der Insolvenz sind derzeit 28 Gläubiger betroffen. Dem stehen Aktiva von etwa 112.000 Euro gegenüber, die sich aus offenen Kundenforderungen ergeben.
Betriebsfortführung geplant
Das Unternehmen strebt eine Fortführung des Geschäftsbetriebes an und beabsichtigt den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent anzubieten – zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Die Finanzierung soll durch betriebliche Optimierungen, eine höhere Auslastung und Einsparungen erfolgen. Die Schuldnerin gibt an, dass die aktuelle Auftragslage wieder zufriedenstellend sei.
Das Familienunternehmen blickt auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen wurde als Firma Karl Lang & Sohn gegründet und beschäftigte sich ursprünglich mit der Arbeit als Hufschmied. Im Jahr 1977 erfolgte die Betriebsübernahme durch Karl Lang, der die Schlosserei als Meisterbetrieb eröffnete. Die Schlosserei produziert in Welten Metall- und Glaselemente wie Zäune, Geländer, Treppen, Fassaden oder Portale.
Schwache Auftragslage
Als Ursache für die Insolvenz nennt das Unternehmen einen deutlichen Rückgang des Auftragsvolumens in den Jahren 2024 und 2025: Mehrere Großkunden hätten, aufgrund der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation, Projekte verschoben oder storniert. Auch Bemühungen, neue Auftraggeber zu gewinnen und den Fokus verstärkt auf Privatkunden zu setzen, hätten nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht.