Der massive Wintereinbruch am vergangenen Freitag hat auch in den Wäldern der Bezirke Südoststeiermark und Leibnitz Spuren hinterlassen. Der schwere Nassschnee hat zu Schneebruch geführt. Wobei die Wälder in der Region recht unterschiedlich von den Schäden betroffen seien, wie Wolfgang Holzer, Forstreferent der Bezirkskammern Südoststeiermark und Leibnitz, betont. „Das genaue Ausmaß lässt sich noch nicht abschätzen. Das wird noch einige Zeit dauern“, so Holzer und ist hinsichtlich der Auswirkungen zuversichtlich: „Aber das Ausmaß wird den Holzmarkt nicht beeinflussen, so viel können wir jetzt schon sagen.“

Kammer und Waldverband unterstützen

Für einzelne, die stark betroffen sind, sei es schlimm. Aber insgesamt sei es machbar, die Kapazitäten seien vorhanden und es gibt Unterstützung. „Wichtig ist jetzt, dass sich die Waldbesitzer selbst kümmern und Schritt für Schritt vorgehen. Die Wege frei machen, sich einen Überblick verschaffen, überlegen, wie aufgearbeitet wird. Da vermitteln wir auch Unternehmen, wenn es gewünscht wird“, so Holzer, der auch Geschäftsführer des Waldverbandes Südoststeiermark ist. Man schaue auch an Ort und Stelle Schäden an. Jedenfalls können die Waldbesitzer die Unterstützung von Kammer und Waldverband in Anspruch nehmen (siehe Infobox).

Schäden im Wald unbedingt aufarbeiten

Die größte Herausforderung ist für Holzer aktuell der Forstschutz. Denn die Frage sei, was an Borkenkäferschäden nachkommt. „Daher ist es wichtig, die Schäden auf jeden Fall aufzuarbeiten“, unterstreicht Holzer. Auch wenn nur einige Wipfel herumliegen, sollten sie unbedingt ausgeräumt werden und zum Beispiel verhackt werden. „Um nicht ein massives Borkenkäferproblem zu bekommen, sollten die Besitzer ihre Wälder durchgehen und alles bruttaugliche Material entsorgen“, appelliert Holzer.