Zwei Brände innerhalb weniger Wochen hielten die Feuerwehren in der Gemeinde Keutschach am See auf Trab. Im April wurden die Feuerwehren eigentlich zu einem Heckenbrand gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass ein Nebengebäude bereits in Vollbrand stand. Der Einsatz war herausfordernd, band neben den Feuerwehren Keutschach, Reifnitz, Schiefling und Techelweg sogar Einsatzkräfte der Feuerwehr Viktring. Nach eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle. Das Wohnhaus ist momentan nicht bewohnbar.

So ergeht es auch einer anderen Familie in Keutschach, die knapp ein Monat später Opfer eines Dachstuhlbrandes wurde. „Der Schaden ist enorm“, sagte Einsatzleiter Heimo Paulitsch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Keutschach, am Tag des Brandes. Fünf Feuerwehren standen mehrere Stunden im Einsatz. Nach Ermittlungen des Bezirkspolizeikommandos Klagenfurt-Land und Experten der Brandverhütungsstelle Kärnten sowie des Landeskriminalamtes Kärnten ist der Brand mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund unsachgemäßer Entsorgung von Rauchwarenresten in einem Plastikmülleimer am Balkon ausgebrochen.

Der Heckenbrand im April breitete sich schnell aus
Der Heckenbrand im April breitete sich schnell aus © BFK Klagenfurt Land

Spendenkonto eingerichtet

Für die betroffenen Familien organisierte die Gemeinde kurzfristig neue Unterkünfte. „Beide Familien haben sich für die Hilfe bedankt“, berichtete Keutschachs Bürgermeister Gerhard Oleschko am Mittwoch dem Gemeinderat. Die entstandenen Schäden sind aber enorm, die Existenzgrundlage der Familien sei gefährdet. „Über Generationen geschaffene Existenzen und Lebensgrundlagen wurden mit einem Schlag vernichtet. Um die Familien in dieser schweren Zeit zu unterstützen, wurden Spendenaktionen ins Leben gerufen“, sagt Oleschko. Die Gemeinde Keutschach richtete für die Familien zwei Spendenkonten ein. Alle Informationen dazu gibt es auf der Website der Gemeinde.