Alles rund um den Garten ist ein Saisongeschäft. Viel Betrieb von Frühling bis in den Sommer hinein. Dann ist im Herbst wieder viel los, vor allem mit sehr viel Pflege. Das ist auch bei Garten Matzer in Leitersdorf (Gemeinde Feldbach) so.

Nicolas Matzer hat die Führung des Betriebs im Vorjahr von Vater Gerhard übernommen. Nun startet er in seine erste volle Saison an der Spitze. „Ein paar schöne Tage und es geht los“, erzählt der Absolvent der Gartenbaufachschule Langenlos. Das Gartencenter wurde von Mitte Februar bis Anfang März neu bestückt. In der Gartengestaltung wurde Mitte Februar mit Schnittarbeiten begonnen. Sobald es boden- und wettertechnisch möglich sowie frostfrei ist, geht es mit den ersten Bauprojekten los.

Gartenbau als stärkste Säule

Der Gartenbau ist mittlerweile die umsatzmäßig stärkere der beiden Säulen des Unternehmens, das rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. „Der Gartenbau hat das Ruder übernommen. Da sehe ich weiterhin die größte Chance“, ist der 30-jährige Firmenchef überzeugt, der das Unternehmen nun in dritter Generation führt. Großvater Friedrich Matzer hatte sich selbstständig gemacht und den Betrieb 1967 in der Franz-Seiner-Gasse in Feldbach gegründet – hauptsächlich für Obstbäume und Rosen, als reine Baumschule.

Sohn Gerhard Matzer ist nach der Ausbildung in Niederösterreich eingestiegen, hat mit Gartengestaltung begonnen und sie als Geschäftsfeld entwickelt. Aus Platzgründen ist man nach Leitersdorf gegangen und hat dort 1994 den neuen Standort eröffnet.

Nicolas Matzer mit Plänen für ein aktuelles Gartenbau-Projekt
Nicolas Matzer mit Plänen für ein aktuelles Gartenbau-Projekt © KLZ / Helmut Steiner

Im Gartencenter werden auf 7000 Quadratmetern inklusive Gartenmöbeln und Zusatzartikeln vor allem Pflanzen in allen Größen angeboten. „Vom Alleebaum bis zum kleinsten Kräuterl“, beschreibt Nicolas Matzer das breite Spektrum. Das sei auch die größte Stärke des Unternehmens. „Das macht uns zum Platzhirsch in der Region, dass wir damit dienen können: von der kleinen Containerpflanze bis zum ausgewachsenen, sechs Meter hohen Alleebaum – auch von den Stückzahlen her“, betont Matzer. Man arbeitet mit großen Baumschulen (in Italien, Deutschland, Niederlande) zusammen, woher etwa 80 Prozent des Sortiments für den Verkauf kommen. Selber bewirtschaftet der Betrieb 15 Hektar Baumschulfläche, im Wesentlichen Heckenpflanzen (hauptsächlich Eibe).

Von der Planung bis zur Pflege

Beim Gartenbau kommt bei Matzer alles aus einer Hand: Planung, Ausführung und Pflege. „Wir planen individuell und nach Standort. Dann bauen wir ihn. Und oft wird auch die weiterführende Pflege in Anspruch genommen. Wenn man in einen schönen Garten investiert, will man auch, dass er dann weiter top gepflegt ist“, sagt Matzer. Da zähle die Nähe zu den Kunden. „Wir kennen sie gut und die Gärten – das ist auch eine Vertrauenssache.“

Die Menschen hätten auch immer weniger Zeit, im Garten selber etwas zu machen. „Da sind wir dann auch gefragt“, so Matzer. 80 bis 90 Prozent der Kunden kommen aus der Südoststeiermark und angrenzenden Gebieten (Jennersdorf, Fürstenfeld, Gleisdorf). Stammkundschaften gibt es in Graz, dazu kommen einige in anderen Bundesländern.

Herausforderung Arbeitsmarkt

Größte Herausforderung sei derzeit der Arbeitsmarkt: „Der ist sehr dünn. Fachkräfte zu bekommen, ist immer schwieriger geworden.“ Abwerben sei kein Thema und wenn die Anfahrtszeiten zu lange sind, funktioniere das auch nicht, weiß Matzer: „Wir setzen auf die Ausbildung eigener Lehrlinge, damit wir da gegensteuern. Derzeit haben wir drei Lehrlinge.“ Für die nächsten Jahre plant der junge Firmenchef die Modernisierung und den Ausbau des Verkaufsbereichs.