Dass eine Katze auf einem Baum sitzt, nicht mehr herunter kann und deswegen die Feuerwehr gerufen wird, um das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien, das kommt öfter vor. Die Feuerwehr Kirchberg an der Raab musste jüngst aber zu einem ganz besonderen Fall am Rothberg ausrücken. Denn eine aufgeregte Frau alarmierte die Einsatzkräfte, weil ihre Katze mit einem Plastiksackerl über dem Kopf auf einen Baum geflüchtet ist und zu ersticken drohte.
Katze Trixi drohte zu ersticken
„So einen skurrilen Einsatz hatten wir noch nie“, erzählt Kommandant Wolfgang Dirnbauer. „Die Besitzerin war sehr aufgeregt und hat mir am Telefon geschildert, dass sich das Sackerl durch das Atmen der Katze immer mehr zusammenzieht. Daher haben wir auch sofort die Drehleiter aus Feldbach mit alarmiert, um Zeit zu sparen.“ Üblicherweise wird zuerst Nachschau gehalten. Aber da war Gefahr im Verzug. Als ein Feuerwehrmitglied dann von der Drehleiter aus Katze Trixi aus der gefährlichen Lage befreien wollte, „rettete“ sich das Tier durch einen Sprung nach unten quasi selbst. Dabei löste sich das Plastiksackerl vom Kopf des Tieres. Trixi konnte wieder frei atmen und nahm Reißaus.
Unklar, wie Katze Trixi in missliche Lage geriet
„Wie es zugegangen ist, dass das Plastiksackerl über Trixis Kopf gekommen ist, wissen wir nicht. Vielleicht war sie neugierig, ist hineingeschlüpft und konnte sich dann nicht mehr befreien“, kann Dirnbauer nur Vermutungen anstellen, wie das Tier in diese gefährliche Lage geraten ist.
Insgesamt waren neun Feuerwehrleute unter Einsatzleiter Thomas Brandl rund eine Stunde am Ort des Geschehens. Die gerettete Katze zeigte sich nach dem Schrecken verständlicherweise fotoscheu. Die Besitzer bedankten sich später bei den Kirchberger Feuerwehrleuten für den beherzten Einsatz und teilten samt Foto mit: „Trixi, unsere ‚Katze im Sack‘, ist wohlauf und unverletzt.“