Wenn sich draußen die Kälte über die südoststeirischen Hügel legt, knistert und knackst es drinnen: So auch in St. Anna am Aigen, wo Herma Puntigam an den Seitenwänden ihres neuen Strohkorbes arbeitet. Und zack, auch dieser Handgriff sitzt. Sie und Anton Rindler sind Teil der Korbflechtergruppe Frutten-Gießelsdorf. Im Winter widmet sie sich wieder dem einst wichtigen Handgewerbe in Österreich. Das Wissen daran mag schleichend verloren gegangen sein – in einigen südoststeirischen Gemeinden wie auch Gniebing oder Stainz bei Straden aber nicht. Dort entstehen aus "Wiedln" und Stroh noch handgeflochtene Körbe.
Immaterielles Kulturerbe
"Ohne Regeln": So lebt die Kunst des Korbmachens in der Südoststeiermark weiter
Herma Puntigam und Anton Rindler widmen sich einem fast vergessenen Handwerk – dem Korbmachen aus Stroh und Weiden. Seit 2013 zählt diese Kunst offiziell zum Immateriellen Kulturerbe.
© Ramona Lenz