Wenn im Advent die Herzenswunschauktion von „Steirer helfen Steirern“ und Caritas Steiermark startet, öffnet sich eine Welt für außergewöhnliche Erlebnisse. Die Exponate führen an Orte, die sonst verschlossen bleiben, und schaffen Begegnungen, die im Alltag kaum denkbar sind – bei einer gemeinsamen Wanderung oder einem Dinner mit Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Wirtschaft oder einem exklusiven Blick hinter die Kulissen. Manchmal verwandelt sich sogar das eigene Wohnzimmer in eine Bühne für Lesungen und Konzerte – hautnah und ganz privat.
Der Erfolg der Auktion liegt aber nicht nur in den einzigartigen Exponaten, sondern auch in der Begeisterung aller Beteiligten für die gute Sache. Denn der gesamte Erlös kommt Menschen in Notlagen zugute. Und damit schlagen viele Herzen im Gleichklang für die gute Sache.
Das Wohnzimmer als Bühne
Musik ist eine der kürzesten Verbindungen zwischen Menschen. Und weil Weihnachten ein Fest des Füreinander und Miteinanders ist, hat die steirische Sängerin Anna-Sophie beschlossen, ein Advent-Wohnzimmerkonzert zur Herzenswunschauktion beizusteuern: „Mir liegt es am Herzen, Menschen zu unterstützen, die gerade Hilfe brauchen. ,Steirer helfen Steirern‘ zeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft dabei, Menschen in schwierigen Lebenslagen neue Hoffnung zu schenken. ,Steirer helfen Steirern‘ zeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist.“ Für Familie Pölzl ein einzigartiges Erlebnis: „Das Wohnzimmerkonzert war richtig entspannt und total besonders. Anna-Sophie war sehr nett und hat viele Geschichten zu ihren Songs erzählt. Wir saßen ganz nah dran und hatten das Gefühl, die Musik viel direkter zu erleben als bei großen Shows. Die Stimmung war sehr gemütlich, fast wie bei einem Treffen mit Freunden, nur mit richtig guter Live-Musik. Anschließend ist Anna-Sophie noch zur gemeinsamen Jause geblieben. Wir haben den Nachmittag in vollen Zügen genossen und haben uns sehr gefreut, so etwas Einmaliges erleben zu können.“
Backstage im Märchenland
Eine leere Oper und dann auch noch mit einem Kaninchen und einem Prinzen auf der Bühne? Das klingt nach einem bunten Traum, ist aber für Lisa und ihre Familie Wirklichkeit geworden. Denn nach der Aufführung des Familienmusicals „Schneewittchen und die 77 Zwerge“ in der Grazer Oper öffneten sich für Familie Spitaler die Türen hinter die Kulissen und zu einem Kennenlernen mit den Stars der Aufführung – mit ganz viel Plüsch und Glitzer. Ein einmaliges Erlebnis, so Familie Spitaler: „Die Aufführung war schlichtweg grandios und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ein ganz besonderes Highlight war für uns die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Grazer Oper werfen zu dürfen. Zu sehen, wie viel Arbeit, Hingabe und Detailgenauigkeit in jeder einzelnen Szene steckt, hat unseren Respekt für diese Kunstform noch einmal deutlich vertieft. Ein unvergesslicher Moment war es, selbst, als Laien, auf der Bühne stehen zu dürfen und den faszinierenden Klängen der Oper zu lauschen.“
Diagonale hautnah
Ein festlicher Abend voller Begegnungen und bleibender Eindrücke: Beim Empfang der Diagonale in der Grazer Helmut-List-Halle erlebten Rosemarie und Erich Feistritzer einen unvergesslichen Abend – nicht als bloße Gäste, sondern mittendrin im Geschehen. Persönlich begrüßt von den Festivalleitern Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh kamen sie unter anderem mit Schauspielerin Hilde Dalik und Vizekanzler Andreas Babler ins Gespräch. Möglich gemacht hatte dieses Erlebnis ihr Sohn, der bei der Auktion den Zuschlag erhielt und den Abend zu Weihnachten verschenkte. Nach einem Abend mit spannenden Einblicken in die heimische Filmszene, vielen Gesprächen und der Präsentation des Eröffnungsfilms „Rose“ ziehen die Feistritzers ein zufriedenes Resümee: „Wir wurden herzlich empfangen und bestens betreut und konnten eine für uns neue, aber sehr spannende Medienwelt kennenlernen“. Dass ihre Kinder mit ihren Geschenken stets ins Schwarze treffen, steht für sie außer Frage: „Unsere Kinder überraschen uns immer wieder!“
Herzenswunsch auf Sendung
Horst Lederhaas darf man einen Herzenswunsch-Routinier nennen: Schon zum fünften Mal sicherte er sich bei der jüngsten Auktion den Zuschlag für ein außergewöhnliches Erlebnis. „Jedes Mal war ein Highlight!“, erzählt er. Dass mit dem Erlös Menschen in Not geholfen wird, spornt ihn beim Mitsteigern an: „Bei ,Steirer helfen Steirern‘ weiß man auch, wo das Geld hinkommt.“ Sein aktueller „Fang“ führte ihn und seine Frau Silke ins Studio der Antenne Steiermark zur „Verrückten Stunde“. Dort zeigte sich das Paar begeistert von der Atmosphäre hinter den Kulissen: „Beeindruckend war, mit wie viel Leidenschaft und Teamgeist hier Radio nicht nur produziert, sondern auch gelebt wird. Markus Dietrich war großartig – er hat sich viel Zeit genommen und uns einen sehr lebendigen Eindruck vermittelt, wie eine Sendung entsteht. Es hat sich fast wie ein Besuch bei Freunden angefühlt!“ Auch für Moderator Markus Dietrich, der schon als Kind wusste, dass „Radio“ sein Leben sein wird, war dieser Nachmittag etwas Besonderes: „An Charity-Aktionen teilzunehmen, ist für die Antenne-Crew auch Teil des „Programms“. Wir sind ein steirischer Sender, und natürlich wollen wir Menschen in der Steiermark helfen, das liegt ganz auf der Hand. Außerdem macht es Spaß, die Menschen auf der anderen Seite kennenzulernen, es war eine tolle Sendung mit den beiden.“ Und im kommenden Jahr, so Lederhaas, ist er selbstverständlich wieder dabei, wenn es heißt: Erfüllen Sie sich einen Herzenswunsch!
Ein Herzenswunsch reist nach Sizilien
Die Strahlkraft der Herzenswunschauktion reicht weit über die Steiermark hinaus – sogar bis nach Sizilien! Denn dahin ging ein Jeanskleid, zur Verfügung gestellt von Kastner & Köhler in Kooperation mit der Modeschule Graz. Und der Zielort passt so richtig gut zum außergewöhnlichen Kleid, denn „Gegensätze“, so der Name des Kleides, wurde inspiriert von einer Postkarte vom Meer, auf der lebendige Wellen auf scharfe Felsen treffen. Dieses Bild spiegelt sich im Design wider: ein dynamischer, voluminöser Rock trifft auf ein strukturiertes, steifes Oberteil. Mit Marion Emmerich hat das Kleid auf Sizilien eine modeaffine Besitzerin gefunden: „In diesem Kleid habe ich sehr viel wiedergefunden, das mir wichtig ist: In erster Linie waren das die aufwendige Verarbeitung und die naturnahe außergewöhnliche Optik, und natürlich gefiel mir auch die kreative Herangehensweise an das Thema „Second Hand“-Mode und somit der Nachhaltigkeitsaspekt.“ Bis das Kleid seinen ersten großen Auftritt hat, wird es noch etwas dauern – auch in Sizilien braucht das Thermometer noch einen kräftigen Schubser von der Sonne.