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Steirer des TagesDas ist der neue Gestütsmeister in Piber

Ein Mechaniker im Pferdestall: Der Weststeirer Erwin Movia ist der neue Gestütsmeister in Piber. Er hat sich ganz den Lipizzanern verschrieben.

erwin movia, gestuetsmeister piber
Neo-Gestütsmeister Erwin Movia: „Lipizzaner gehen mit einem durchs Feuer“ © Robert Cescutti
 

In wenigen Tagen erwartet Erwin Movia den ersten Nachwuchs: 48 Lipizzanerfohlen werden heuer insgesamt erwartet. Die trächtigen Stuten stehen bereits in den Boxen, der Kreißsaal am Lipizzanergestüt Piber ist vorbereitet. „Mein Stellvertreter Herbert Friessnegg oder ich sind bei jeder Geburt dabei. Wir sind sozusagen die Geburtenhelfer“, erklärt Movia schmunzelnd.

Der 37-Jährige ist der neue Gestütsmeister von Piber. „Ich bin gelernter Automechaniker. Aber wenn man mit Lebewesen in der Natur arbeitet, kann man nicht mehr zurück in die Halle.“ Schon seine Kindheit in Maria Lankowitz hat er mit den Pferden seines Onkels verbracht. „Mein Cousin und ich waren süchtig nach Pferden: In den Ferien haben wir sogar im Stall gewohnt.“ Die Pferdestärken von Autos hat Movia schließlich vor 16 Jahren gegen jene in Piber getauscht. Zuerst in der Aufzucht, später im Fahrabteil, das er zuletzt geleitet hat. „Dabei bin ich davor nie auf einer Kutsche gesessen“, gesteht Movia, „aber ich wollte aktiv mit den Pferden arbeiten und sie ausbilden“.

Der Lipizzaner hat es ihm angetan: Menschenbezogen und leistungsstark sei die edle Rasse, ebenso überall einsetzbar. „Lipizzaner gehen mit einem durchs Feuer“, ist sich der 37-Jährige sicher, „wenn man in ihre dunklen Augen schaut, glaubt man, in ihre Seele zu sehen“. Und weil jeder Arbeitstag am Gestüt irgendwann sein Ende findet, hält Movia zwei eigene Lipizzaner zuhause in Kainach. „Auch meine Frau und unsere beiden Kinder reiten schon.“ Für Urlaub bleibt da nicht viel Zeit.

Die Familie hält dem neuen Gestütsmeister aber den Rücken frei. Und in seiner neuen Position hat Movia viel vor. „Ich habe schon Gedanken, wie ich die Arbeit moderner gestalten kann. Das Wichtigste ist aber: Gestütsarbeit ist Teamarbeit. Das habe ich von den Pferden gelernt.“ 34 Mitarbeiter zählt er, jeder soll Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen können – eine Haltung, die Movia heuer umsetzen will.
Zuerst aber: Die 48 Fohlen auf die Welt bringen. „Wir hoffen auf einen sehr guten und gesunden Jahrgang.“

Kommentare (2)

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wintis_kleine
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Viel Kraft und Erfolg

und auch das nötige Quäntchen Glück wünsche ich dem neuen OGM.

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Sol lucet omnibus
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Man muss nicht Experte für Lipizzaner sein

- es reicht wenn man sich mit Pferden auskennt...

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