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Eine Million Euro DefizitGeplante Gartenschau droht Hartberger Budget zu sprengen

Bei der 2020 geplanten Gartenschau könnte Hartberg auf einer Million Euro Defizit sitzen bleiben, kritisieren die Grünen. Sie fordern höhere Förderungen und eine Verschiebung auf 2021 oder 2022.

Christoph Wallner, Gerhard Kothgasser, Heinz Damm und Liesbeth Horvath von den Hartberger Grünen wollen dem hohen Defizit nicht zustimmen © Harald Hofer
 

Im Gemeinderat hatten die Hartberger Grünen schon mehrmals genaue Zahlen zum geplanten Gartenfestival im Jahr 2020 eingefordert. Diese wurden vor Kurzem im Prüfungsausschuss präsentiert.

"Zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft eine Lücke von rund einer Million Euro", ärgert sich Stadtrat Christoph Wallner. Dieses Defizit müsste die Stadt trotz prekärer Finanzlage auf Jahre mit einem Kredit abdecken. „Unter diesen Bedingungen können wir nicht zustimmen. Das wäre, alleine angesichts der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, verantwortungslos“, sagt Wallner.

Der Bürgermeister hat sich gewünscht, dass alle für die Gartenschau brennen. Das kann aber nicht heißen, dass die Hartberger alles finanziell 'brennen' müssen.

Liesbeth Horvath (Grüne)

Blockade droht

Die Grünen kündigen daher an, gegen das nächstjährige Budget der Stadt, das am 17. Dezember im Gemeinderat beschlossen werden soll, zu stimmen. Da die Bürgermeisterpartei VP keine Mehrheit hat, könnte damit das Budget blockiert werden, falls sich weitere Parteien und die abtrünnigen VP-Gemeinderäte anschließen.

Man sei nicht gegen das Gartenfestival an sich und würde es als Chance sogar begrüßen, halten Wallner, die Grün-Gemeinderäte Liesbeth Horvath und Gerhard Kothgasser sowie der ehemalige Fraktionschef Heinz Damm fest. Um die Gartenschau "zu retten" fordern sie daher weitere Fördermittel und eine Ausfallshaftung durch die Fördergeber. Dazu würden neben den Landesressorts unter anderen auch die Tourismusverbände zählen.

Mehr Zeit

Zudem soll eine Verschiebung auf 2021 oder 2022 mehr Zeit bringen. "Das wäre aus fachmännischer Sicht richtig, damit die Pflanzen anwachsen können", sagt Horvath, die Bürgermeister Marcus Martschitsch zitiert: "Er hat sich gewünscht, dass alle für die Gartenschau brennen. Das kann aber nicht heißen, dass die Hartberger alles finanziell 'brennen' müssen."

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