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VorauTraktor sorgte für Unterbrechung im Gemeinderat

Die Abstimmung über den Kauf eines Kommunaltraktors sorgte Donnerstagabend im Gemeinderat von Vorau für eine Sitzungsunterbrechung. Das Fahrzeug war dabei Nebensache, denn ins Zentrum rückte das neue Sportzentrum.

Der neue Traktor soll unter anderem im Winter den Kunstrasenplatz vom Schnee befreien © Andreas P - Fotolia
 

Eigentlich sollte die Vorauer Gemeinderäte am Donnerstagabend darüber abstimmen, welches neue Kommunaltraktor-Modell bei welcher Firma zu welchem Preis angeschafft wird. Das Fahrzeug soll der Pflege der Spielfelder beim neuen Freizeit- und Sportzentrum der Gemeinde dienen.

"Die Zeit drängt, weil mit der Fertigstellung der Plätze muss die Pflege beginnen", hielt Gemeinderat und Projektkoordinator Karl Zingl (VP) fest, der die zur Auswahl stehenden Modelle vorstellte. Außerdem möchte der örtliche Fußballverein bereits im Winter den Kunstrasenplatz zum Training verwenden. Der Traktor soll bei der Schneeräumung am Platz eingesetzt werden.

FP wollte nicht zustimmen

Doch Vizebürgermeister Anton Kogler drohte an, mit der FP-Fraktion dem Kauf die Zustimmung zu verweigern. Er forderte, zuvor endgültig das versprochene Betreiberkonzept fertigzustellen. "Was ist, wenn ein künftiger Betreiber mit dem Gerät, das wir kaufen, nichts anfangen kann?", fragte Kogler.

Bürgermeister Bernhard Spitzer (VP) und Zingl gingen hingegen davon aus, dass die Platzpflege beim neuen Sportzentrum von der Gemeinde durchgeführt wird. Spitzer: "Wir werden das entsprechend in die Miete mit einberechnen." Für Zingl ebenfalls ein "logischer Schritt" was Kogler noch mehr in Rage brachte: "Wenn ihr eh schon alles vorher wisst, dann kann ich ja aus dem Sportzentrum-Ausschuss aussteigen."

Sitzungsunterbrechung

Obwohl die VP den Ankauf des Traktors mit Mehrheit hätte beschließen können, lag Bürgermeister Spitzer offenbar so viel an einem einstimmigen Beschluss, dass er für ein klärendes Gespräch mit der FP sogar die Sitzung unterbrach - mit Erfolg.

Denn schließlich wurde der Kauf eines Traktors der Marke "Iseki" - damit können bereits in der Gemeinde vorhandene Geräte weiter genutzt werden - um 40.700 Euro Bruttoanschaffungssumme mit allen Stimmen beschlossen. Der mit der FP ausgehandelte Zusatz: Der Traktor soll überwiegend im Sportzentrum und nur "im Notfall" für Einsätze wie der Schneeräumung auf Gemeindestraßen verwendet werden, um die Zahl der Benutzer gering zu halten.

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