Verschnupft reagiert Fritz Polzhofer, Direktor des Gymnasiums Hartberg, auf die scharfe Kritik von HAK-Direktor Alois Thurner an der großen Zahl von Klassen im Gymnasium und am dort geforderten Ausbau des Schulzentrums. Thurner könne das Gymnasium nicht für interne Probleme der HAK verantwortlich machen, schlägt Polzhofer zurück. Er, Polzhofer, lasse es sich ferner nicht zum Vorwurf machen, dass er sich für seine Schule einsetze. Der Angriff aus der HAK habe ihn überrascht.
Sensibler Punkt. Das Gymnasium dünne die Hauptschulen bestimmt nicht aus, hält der Direktor fest. Und zieht eine Statistik aus der Lade: Nur elf Prozent der Hartberger Schüler ab zehn Jahre besuchen das Gymnasium, bundesweit seien es doppelt so viele. "Gewachsen sind wir vor allem in der Oberstufe." Damit trifft er einen sensiblen Punkt, denn ab der 9. Schulstufe konkurriert die AHS mit der HAK.
Steuergeld. Besonders ärgert Polzhofer der Vorwurf, mit einem Schulausbau würde Steuergeld verschwendet. Ein Handelsschüler in Vorau sei doppel so teuer wie ein Gymnasiast in Hartberg, rechnet er vor. "Aber ich will keinen Schul-Krieg haben."
Schulen kreuzen die Klingen
Nach Kritik von HAK-Direktor gehen die Wogen hoch.
© Martin Schemeth