Nein, es ist nichts Alltägliches: Dass die Formel 1 ihre 8,1 Millionen Follower kurz vor Beginn des "Großen Preis von Österreich" über sexuelle Belästigungen von Frauen rund um die Rennstrecke informiert, hat in Spielberg für großes Erstaunen gesorgt. Schnell hat sich gezeigt, dass die Welle der Empörung aber zwei Ebenen hat – eine österreichische, und eine internationale. Bei den einheimischen Besuchern, beim Veranstalter, ja sogar bei den Einsatzkräften brach sogleich eine heftige Diskussion aus. Tenor: Ja, was war denn jetzt? Für so eine öffentliche Aufregung müsse es doch einen Grund geben. Dass sich ein paar wenige Frauen über verbale Belästigung beschweren, könne nicht der Auslöser sein. Gab es eine Vergewaltigung? Nein, sagt die Polizei. Aber sonst? Die Vorwürfe ließen viele ratlos zurück.
Formel 1 in Spielberg
Warum Österreich ein Problem mit sexueller Belästigung hat
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