Er heißt Gustav, Typ jämmerlicher Waschlappen, die Midlife-Crisis strömt ihm aus jeder Pore – die junge Geliebte ist zu Hause und schwanger, während er sich mit einer Anderen in einem Hotel mit Meerblick trifft. Die Andere heißt Silvia, schön, stolz und mit Worten wie Schwertern bis an die Zähne bewaffnet, Gustav ist seit 19 Jahren mit ihr verheiratet. Nicht zuletzt das Bühnenbild aus Boxspringbett, Sektkühler, moderner Bestuhlung verrät, dass die beiden die gutbürgerliche Ehe fernab der Obergrenze des Mittelstands geführt haben: Er gestresst in seiner Firma, sie die ewig Wartende, tief verletzt und alleingelassen zu Hause. Eigentlich ist er mit seinem Kumpanen Moskowitz, dem er eben die Firma verkauft hat, auf einer Konferenz in Toulouse. So lautet zumindest das Alibi.