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Steirer des TagesDieses Duo stoppte eine Geisterfahrerin

Christian Brandtner (34) und Hubert Kargl (55), beide sind Asfinag-Mitarbeiter, hielten mit Autobahnpolizei eine Geisterfahrerin auf der S 36 an.

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Hubert Kargl (links) und Christian Brandtner blockierten mit Streckendienst-Bus die Schnellstraße © Asfinag
 

"Für mich ist das schon Routine", scherzt Christian Brandtner von der Autobahnmeisterei Knittelfeld. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hubert Kargl rückte Brandtner am 16. Jänner zu einem gefährlichen Einsatz aus: Die beiden Asfinag-Mitarbeiter stoppten eine Geisterfahrerin auf der S 36.

Für Brandtner war dies bereits der zweite "Geisterfahrer-Einsatz". Schon 2015 hielt der 34-Jährige gemeinsam mit zwei Kollegen eine Geisterfahrerin auf der Schnellstraße an. Damals war er mit einem Winterdienst-Lkw mit Schneepflug unterwegs, den er querstellte, um nachfolgende Fahrzeuge aufzuhalten.

Diesmal arbeitete er mit Kargl gerade am Abbau einer Tagesbaustelle im Bereich Knittelfeld Ost. Von der Verkehrsmanagementzentrale Bruck wurden sie über einen möglichen Geisterfahrer auf der Murtal Schnellstraße informiert. Die beiden Männer machten sich sofort mit Blaulicht auf den Weg Richtung Judenburg: "Wir sind in der Mitte gefahren, damit uns keiner überholen kann", so Brandtner, der am Steuer gesessen ist.

Am Weg waren auch schon Polizisten der Autobahninspektion Gleinalm, gemeinsam konnte die Lenkerin gestoppt werden. Die ältere Frau musste mit der Polizei mit, Hubert Kargl fuhr mit dem „Geisterauto“ auf einen nahe gelegenen Parkplatz. "Das Zusammenspiel mit allen Beteiligten hat super funktioniert", so Brandtner.

Für Kargl war es das erste Mal, dass er einen Geisterfahrer stoppen konnte. Ihn kann normalerweise nichts so schnell aus der Ruhe bringen: "Ich hatte aber schon ein mulmiges Gefühl", erzählt der 55-Jährige. In seiner Freizeit ist der zweifache Vater leidenschaftlicher Jäger: "Für mich ist das die größte Entspannung. Ich genieße die Ruhe, wenn ich von der Straße weg bin."

Denn natürlich sei die Arbeit auf der Autobahn, der er seit 15 Jahren nachgeht, gefährlich: "Man wird das gewohnt, muss sich aber immer konzentrieren", sagt Kargl. Das Lachen ist dem St. Mareiner aber auch nach dem Einsatz am 16. Jänner nicht vergangen: "Ich bekomme so viele Reaktionen, ununterbrochen läutet das Telefon. Das ist viel anstrengender als der Geisterfahrer-Einsatz selbst", so Kargl scherzhaft. Denn natürlich freut er sich über die Anerkennung.

Wie auch Brandtner, der ebenfalls viele Reaktionen bekommen hat. Der Kobenzer ist ebenfalls Vater von zwei Kindern. Seine Freizeit widmet er am liebsten seiner Familie. Bei der Autobahnmeisterei ist er seit 2006 beschäftigt: „Mir macht die Arbeit richtig Spaß.“

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