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Abreise aus Hohentauern"Das ist der beste Geburtstag überhaupt"

Völlig überraschend konnte am Freitag die B 114 freigegeben werden, die Freude bei Touristen und Einheimischen ist riesig. Großen Applaus gab es für Bürgermeister Heinz Wilding.

Die Familien Scherübel, Schmidt und Posch mit Geburtstagskind Paula (3. von links) © Sarah Ruckhofer
 

"Das ist der aller-, allerbeste Geburtstag überhaupt! Davon werd ich noch meinen Urenkerln erzählen.“ An ihrem neunten Geburtstag mutiert Paula Scherübel aus Graz am Freitag zum kleinen Medienstar. Ihre Freude über den Abtransport aus Hohentauern per Unimog des Bundesheeres ist weithin hörbar – und ansteckend.

Ohnehin ist die Atmosphäre in Hohentauern am Freitag wie gewandelt. Um die Mittagszeit entscheiden die Lawinenkommissionen nach einem Erkundungsflug bei perfektem Wetter völlig überraschend, die B 114 Richtung Judenburg wieder für den Verkehr freizugeben. Die Lage sei wesentlich besser als ursprünglich angenommen. Kurz darauf verlaufen vier Lawinen-Sprengungen im Bereich Triebenstein erfolgreich, auch die zweite Straße ist somit frei. Einer Abreise der rund 280 seit Samstag eingeschlossenen Touristen steht nichts mehr im Wege – und das bei strahlendem Sonnenschein, vor kitschig-schönem Bergpanorama.

Applaus für den Ortschef

"Bitte behaltet Hohentauern so in Erinnerung, wie es heute ist“, scherzt Bürgermeister Heinz Wilding. Spontan sammeln sich die Touristen um ihn, er wird mit frenetischem Applaus bedacht. „Ganz im Ernst – ihr wart alle toll, danke, dass ihr so ruhig geblieben seid.“ Noch mehr Applaus. Schließlich bedanken sich auch die Touristen für die vorbildliche Arbeit der Entscheidungsträger. So etwa das Ehepaar Alexandra und Helmut Raunnigger aus Graz. „Die Versorgung war perfekt, wir wurden toll informiert. Das muss man wirklich positiv hervorheben.“ Hund Chico ist der Abreise-Stress zwar ein bisschen zu viel, auch er wirkt aber freudig aufgeregt. „Jetzt geht’s für uns wieder heim. Wir wären notfalls auch mit dem Bundesheer abgereist und hätten unser Auto stehen gelassen.“

Familie Raunnigger aus Graz mit "Chico" Foto © Sarah Ruckhofer

Eigentlich hätten Hohentauerns Touristen ja am Freitag evakuiert werden sollen, zehn Unimogs des Jägerbataillons 18 treffen schon am frühen Vormittag in St. Johann am Tauern ein. Nur wenige Minuten vor Start wird die Aktion abgeblasen – die Straße ist frei. Trotzdem nehmen drei Unimogs die holprige Fahrt über den Mittwoch installierten Notweg in Kauf, bringen Journalisten nach Hohentauern und helfen „autolosen“ Gästen bei der Abreise. Ein Video der Abreise finden Sie hier!

Hohentauern: Abreise der Gäste

Abreise aus Hohentauern

Schon am Vormittag stand das Bundesheer bereit für die Evakuierung der Gäste.

Sarah Ruckhofer

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Zehn Unimogs standen bereit.

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Das Jägerbataillon 18 war eingesetzt.

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Auch die Feuerwehr St. Johann am Tauern unterstützte die geplante Evakuierung.

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Doch es sollte anders kommen: Zu Mittag begann die Räumung der B114.

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Rasch konnte die Straße frei gegeben werden.

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Und Paula? Die genießt die freiwillige Fahrt mit dem Bundesheer-Laster in vollen Zügen. Zwar hätte sie auch bequem mit ihrem Papa im Auto mitfahren können, aber wer will das schon. „Von der Fahrt muss ich allen erzählen, das ist so cool!“, schwärmt sie, während sie wie ein Profi Fernsehinterviews gibt. Ihren unfreiwillig langen Urlaub in Hohentauern wird sie also doch noch in guter Erinnerung behalten. Überhaupt: „Eine Woche keine Schule!“ So rollen am Freitagnachmittag die Autokolonnen durchs Pölstal. Die Katastrophe ist vorbei, gut is’ g’aungan, nix is’ g’schehn. „Jetzt warten wir, wie es mit dem Wetter weitergeht“, so Wilding. „Aber wir sind im Notfall ja bestens vorbereitet.“

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