„Die Leute kommen zurück ins Murtal“, sagt der Knittelfelder Architekt Michael Moitzi. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Schulkollegen, Baumeister Martin Knapp, gründete er in Graz das Architekturbüro „Plateau“: Ein Büro für Architektur, Statik und Innenraumgestaltung, welches die Bauherren in allen Planungsphasen begleitet, vom Konzept bis hin zur Umsetzung.

Moitzi hatte immer einen „Hang zur Architektur“, wie er sagt, „eine künstlerisch-mathematische Seite“. Er studierte in Graz und Mexiko, machte die Ausbildung zum Architekten, lebte und arbeitete 20 Jahre in Graz. 2017 gründete er mit Knapp „Plateau“. Stefanie Waßer, ebenfalls Architektin und Lebensgefährtin von Moitzi, stieg bei „Plateau“ ein. Anfangs pendelte man zwischen Graz und Knittelfeld, es ergaben sich immer mehr Projekte in der alten Heimat. Schließlich erfolgte der Umzug nach Knittelfeld.

Martin Knapp komplettiert „Plateau“ als Statiker und Baumeister
Martin Knapp komplettiert „Plateau“ als Statiker und Baumeister © Karin Bergmann

Eigenheim wurde ausgezeichnet

Erst wollten Moitzi und Waßer für ihr Eigenheim um- statt neubauen, es fand sich jedoch kein geeignetes Objekt. Schließlich wurden sie auf einer unverbauten Parzelle in der Knittelfelder Innenstadt fündig. Was dann folgte, wurde mit dem Holzbaupreis 2023 ausgezeichnet, als Gewinner in der Kategorie „Private Wohnbauten“: Das „Haus B16“, wie das preisgekrönte Projekt heiß, stammt nicht nur aus der Feder des Paares, sondern ist auch gleichzeitig ihr eigener Wohnraum. Ausführende Firma war die Murtaler Tischlerei „Alpe“, mit denen „Plateau“ bereits bei mehreren Projekten kooperiert hat.

Das Team von Plateau gewann mit „B16“ der Kategorie „Private Wohnbauten“. Abgebildet hier mit Johann und Petra Almer (links) von der Firma Alpe bei der Verleihung des Holzbaupreises 2023
Das Team von Plateau gewann mit „B16“ der Kategorie „Private Wohnbauten“. Abgebildet hier mit Johann und Petra Almer (links) von der Firma Alpe bei der Verleihung des Holzbaupreises 2023 © HARRY SCHIFFER PHOTODESIGN

Auch das Tageszentrum in Lobmingtal etwa entstand gemeinsam mit „Alpe“. Momentan gehe der Bau-Trend Richtung Um- und Zubauten, wie Moitzi sagt. „Es wird weniger neu gebaut, sondern der Bestand genutzt und erweitert. Etwa junge Familien, die wieder zurück ins Murtal kommen und bei den Eltern ausbauen. Das ist ein Trend, den wir seit Corona beobachten. Man wohnt zusammen, doch jeder Familienteil hat seine Privatsphäre.“