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Bruck40 Wohnungen: Startschuss für neuen Stadtteil

Ein Projekt für 40 Startwohnungen ist der Auftakt für die Erneuerung des Bahnhofsviertels. Die Stadt Bruck hat dort aber noch viel mehr vor.

Das Gebäude in Gelb wurde am Dienstag präsentiert. Rechts der Bahnhof, ganz links der Eurospar, das andere ist noch Zukunftsmusik
Das Gebäude in Gelb wurde am Dienstag präsentiert. Rechts der Bahnhof, ganz links der Eurospar, das andere ist noch Zukunftsmusik © (c) Pototschnig Franz
 

In der „Stadtvision Bruck 2030“ ist das Bahnhofsviertel als „nachhaltiges städtisches Quartier“ vorgesehen. Es soll eine Mischung aus Wohnungen, Betrieben und Forschung entstehen, wobei fast alles noch Zukunftsmusik ist. Aber nach dem früheren Bahnhofshotel nimmt nun ein weiteres Wohnprojekt Gestalt an, am Dienstagvormittag wurde im Rathaus das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes präsentiert, der vom Land ausgeschrieben war. Wie Wohnbau-Landesrat Hans Seitinger erläuterte, fließen 24 Millionen Euro in steirische Wohnprojekte für „Junges Wohnen“. Seitinger: „Ich habe mir erlaubt, das Projekt in meinem Heimatbezirk zu starten, weil sich die Region enorm positiv entwickelt.“

Damit aber die Jugend hierbleibt, sind nicht nur Jobs und Freizeitangebote nötig, sondern vor allem leistbare Wohnungen, fügte Seitinger hinzu. Die 40 Wohnungen in Bruck dürfen nicht mehr als 4,63 Euro pro Quadratmeter kosten – netto und ohne Betriebskosten. Die Maximalgröße beträgt 60 Quadratmeter, damit ist man bei der Miete für die größten Wohnungen deutlich unter 400 Euro.

Franz Pototschnig Kaltenegger, Koch, Riepl, Seitinger sowie die Architektinnen Wögrath und Mehlan (v. l.)
Kaltenegger, Koch, Riepl, Seitinger sowie die Architektinnen Wögrath und Mehlan (v. l.) © Franz Pototschnig

Für die Architekten hat das die Vorgaben stark mitbestimmt. Wie der Juryvorsitzende Franz Riepl, Architekt und emeritierter Professor an der TU Graz, betonte, erfordere dieser Spagat zwischen geringen Kosten und hoher Qualität eine „sorgfältige Bearbeitung aller Details“. Es ist für ihn deshalb auch kein Zufall, dass ein Büro mit sehr jungen Leuten und „offenen gesellschaftlichen Vorstellungen“ das Rennen gemacht hat.

Es handelt sich um das Büro „illiz architektur“ mit Sitz in Wien und Zürich. Die Architektinnen Stefanie Wögrath und Sabrina Mehlan erläuterten, wie funktionell die beschränkte Wohnfläche genutzt werden soll. Wögrath: „Das Gebäude soll langfristig beweglich sein, damit es später auch veränderten Bedürfnissen angepasst werden kann.“ Errichter wird die „Brucker Wohnbau“ sein, und auch für sie wird das finanzielle Korsett eine Herausforderung, wie Obmann Helmut Krammer sagte.

Bürgermeister Peter Koch verwies darauf, dass derzeit 200 Wohnungen in Bruck entstehen. Er betonte, dass sich das Projekt, das im vorderen Bereich drei, im hinteren acht Stockwerke umfasst, sehr gut in die „städtebauliche Vision“ für das Bahnhofsviertel passe: „Wir haben dort noch viel vor.“ Vizebürgermeisterin Susanne Kaltenegger ergänzte, dass damit ein wichtiger Schritt für die Aufwertung zwischen Bahnhof und Innenstadt gesetzt werde. Jetzt geht’s an die Detailplanung und Finanzierung, danach folgt die Ausschreibung. Realistisches Ziel für den Bezug der Wohnungen ist 2020.

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