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Steirerin des Tages

Ein Naturjuwel aus Stoff für den steirischen Bauernbundball

Andrea Ziegler steht für Trachten. Mit der Landjugend Bruck hat sie ein „Grüner See“-Dirndl entwickelt, das bei der Polonaise des Bauernbundballs präsentiert wird.

Andrea Ziegler hat das „Grüner-See“-Dirndl mit der Landjugend entworfen
Andrea Ziegler hat das „Grüner-See“-Dirndl mit der Landjugend entworfen © Martina Pachernegg
 

Stoffe, Drucke, Farben, Knöpfe und Nähen sind das Metier von Andrea Ziegler. Der Leidenschaft für Trachtenkleidung ist sie schon vor langer Zeit verfallen. In Etmißl, einem Ortsteil von Thörl im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, führt sie gemeinsam mit ihrer Familie ein Trachtengeschäft. Dort schwärmt sie von Mustern, dem Fall von Rockfalten oder zarten Kettchen passend zum Dirndl.

Seit einigen Wochen arbeitet die quirlige Frau jedoch an einem ganz besonderen Projekt. „Die Burschen und Mädchen der Brucker Landjugend gestalten heuer die Polonaise des Bauernbundballs am 24. Februar. Da wollten die jungen Leute natürlich fesch und vor allem einheitlich ausschauen. Also musste kurzerhand ein tolles Gewand her“, erzählt Andrea Ziegler.

Sie fackelte nicht lange, zückte den Zeichenblock, holte Stoffmuster und es ging los. In wochenlanger Arbeit ist so eine neue Dirndlkreation entstanden. „Unser Vorsatz war es, unser Juwel, den Grünen See, in der steirischen Landeshauptstadt zu präsentieren. Deshalb mussten die Farben des Sees und der umliegenden Wälder eingebunden werden“, erklärt Ziegler die Farbwahl und die Namensfindung des „Grünen See“-Dirndls. Mit einem wiesengrünen Leib, einem leuchtend blauen Rock und einer gestreiften Schürze ist der Trachtenliebhaberin ein markantes heimisches Stück gelungen.

zur Person

Andrea Ziegler ist verheiratet und wohnt in Etmißl in der Gemeinde Thörl. Ihre Tochter Gerda ist Schneidermeisterin.

Gemeinsam mit ihrer Familie betreibt sie ein Trachtengeschäft, eine Greißlerei und eine Tankstelle.

Die Auswahl der Stofffarbe ging Ziegler leicht von der Hand. Um dem Dirndl aber etwas Einzigartiges zu verleihen, ließ die Trachtenchefin nach dem Einfärben aller Stoffe jene für Rock und Schürze noch bedrucken. „Wir haben uns für einen Handdruck für die Schürze und einen weniger intensiven Schattendruck für den Rock entschieden.“

Um auch den Herren der Landjugend gerecht zu werden, hat sich Ziegler passende grüne Gilets und Stutzen überlegt. „Unsere Herren müssen fesch sein. Das ist sogar meinem kleinen Enkelsohn schon wichtig“, scherzt Ziegler.

Heute hat die Tracht bereits ihren ersten Auftritt. Bei der Generalprobe für den Bauernbundball werden die 34 tanzenden Paare und ein Reservepaar die Kreation zum ersten Mal präsentieren.

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