Von 20. bis 22. März wird in der Kulturhalle Allerheiligen wieder Theater gespielt: Die Pfarrtheatergruppe bringt mit der Boulevardkomödie „Wer ist im Bett mit dem Butler?“ ein turbulentes Verwechslungsspiel auf die Bühne.
Bei einem Probenbesuch zeigt sich schnell, wie viel Herzblut in der Produktion steckt. Während nach und nach alle Beteiligten eintrudelten, wurde noch eifrig an der ohnehin schon umfangreichen Bühnendekoration gearbeitet. Zwischendurch sind typische Probensätze zu hören: „Wos mochst du beim Auftritt mit deine Hoar?“ oder auch der halb scherzhafte Einwand „I zeig‘ eh schon genug Haut!“.
Bühnenbild und Stückauswahl
Das Bühnenbild entsteht dabei jedes Jahr neu – und zwar komplett in Eigenregie. „Heuer war das besonders herausfordernd, weil wir sechs verschiedene Auf- und Abgänge brauchen. Normalerweise sind es nur zwei“, erzählt Joel Zisser, der die männliche Hauptrolle spielt. In spielfreien Zeiten werden die schweren Bühnenteile im Bauhof gelagert – eine Unterstützung, für die das Ensemble sehr dankbar ist.
Auch die Stückauswahl ist Teamarbeit, wenngleich das nicht ganz so einfach ist. Verlage würden zunächst nur kurze Textauszüge zur Verfügung stellen – natürlich gegen Gebühr. Möchte man mehr lesen, fallen weitere Kosten an. Wird schließlich ein Stück ausgewählt, erhält der Verlag 15 Prozent der Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Einmal habe man vergessen, St. Lorenzen als zweiten Spielort anzugeben – prompt folgte eine Nachforderung. Der verbleibende Reinerlös wird übrigens traditionell für soziale Zwecke gespendet.
„Freude gemeinsam etwas zu erschaffen“
Trotz gewisser Hürden reicht die Theatertradition in Allerheiligen schon weit zurück: Bereits seit 1965 gibt es die Pfarrtheatergruppe. Regisseurin Veronika Grossinger, die ursprünglich selbst als Schauspielerin auf der Bühne stand, übernahm 1997 die Leitung von ihrer Vorgängerin Eleonore Sterlinger.
Was das Besondere daran heute wie damals ausmacht? Carina Salchenegger, die die weibliche Hauptrolle spielt, erklärt: „Das Miteinander, die Freude, gemeinsam etwas zu erschaffen und zu sehen, wie sich alles entwickelt.“ Vielleicht ist genau dies der Grund, warum Ernst Lukas auch mit 84 Jahren seit ungefähr 44 Jahren noch immer mit Begeisterung dabei ist.