Während man im Tal derzeit noch auf herbstliche Stimmung und Temperaturen trifft, herrscht in den höheren Lagen bereits der Winter. Das wurde offenbar am Montag auch zwei Wanderern am steirischen Seeberg zum Verhängnis, die von einem Großaufgebot der Einsatzkräfte vom Berg gerettet werden mussten.

So ging gegen 15 Uhr bei der Bergrettung Turnau und der Alpinpolizei ein Notruf ein, nachdem die beidem im Bereich des Seeleitenkogels bei Nebel, Schneetreiben und starkem Wind die Orientierung verloren hatten. „Die Sicht war stark eingeschränkt und reichte stellenweise nur wenige Meter, der Steig war verschneit und schwer auffindbar“, beschreibt die Bergrettung die Verhältnisse.

Drohne leuchtete den Weg

Nur mit digitalen Navigationshilfen konnten die Wanderer überhaupt das Gipfelkreuz erreichen, bevor sie den Abstiegsweg aus den Augen verloren. Da ein sicheres Weiterkommen nicht mehr möglich war, alarmierten sie die Einsatzkräfte. Diese stiegen unter widrigen Bedingungen zu ihnen auf und führten eine medizinische Erstversorgung durch. Einer der beiden Wanderer, der bereits unterkühlt war, wurde mit Wärmematerial und trockener Bekleidung versorgt.

Anschließend begleitete man die Wanderer seilgesichert durch den Steilabschnitt und brachte sie danach sicher ins Tal. Um den Abstieg sicher zu ermöglichen, wurde daher die mit Suchscheinwerfern und Wärmebildkamera ausgestattete Feuerwehrdrohne des Bereichsverbandes Bruck in die Luft geschickt. Diese leuchtete der Bergrettung und den Verletzten den Weg beim Abstieg großflächig aus. Diese Unterstützung durch die Feuerwehren Turnau, Kapfenberg und Mariazell bezeichnet man von Seiten der Bergrettung als „besonders wertvoll.“

Unten angekommen übernahmen ein Arzt und das Rote Kreuz Turnau die weitere Betreuung der Wanderer. Gegen 19 Uhr konnte die vierstündige Rettungsaktion schließlich erfolgreich beendet werden. Im Einsatz standen die Bergrettung Turnau mit zehn Einsatzkräften, die Alpinpolizei, die Freiwilligen Feuerwehren Turnau, Mariazell und Kapfenberg, ein Arzt und das Rotes Kreuz Turnau.

Übrigens: Bereits in der Vergangenheit hat sich der Einsatz der Drohne bei derartigen Such- und Rettungsaktionen bewährt. Premiere feierte das Fluggerät des Brucker Bereichsverbandes Anfang 2024 – bei der Suche nach einem Skitourengeher am Seeberg.