Schon wieder kam es am vergangenen Wochenende zu einer Serie von Motorradunfällen im Mariazellerland: Vier Mal rückte das Rote Kreuz Mariazell am Samstag und Sonntag aus, um verunfallten Bikern zu helfen. So kam es am Samstag auf der L 113 (Niederalplstraße) im Bereich Niederalpl zu einer Kollision zwischen einem Pkw und einem Motorrad. Dessen Fahrer wurde dabei verletzt. Nach der Erstversorgung durch die Sanitäter wurde er mit dem Rettungsauto in das Krankenhaus Lilienfeld in Niederösterreich gebracht.

Auch auf der B 20 (Mariazellerstraße), die in der Vergangenheit schon zum Schauplatz schwerer Motorradunfälle wurde, kam es im Bereich der Seebergalm zu einem ebensolchen Zusammenstoß. Der verletzte Lenker wurde in das LKH Hochsteiermark nach Leoben gebracht. Vor diesen beiden Unfällen war man bereits in Richtung Wildalpen ausgerückt, wo ein 70-jähriger Oberösterreicher auf der B 24 (Hochschwab Straße) in einer Linkskurve gestürzt war. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Steyr geflogen, weshalb die Rettungskräfte aus Mariazell wieder umdrehen konnten.

Verletzte sind „glimpflich davon gekommen“

Der letzte Unfall in der Serie ereignete sich schließlich am Sonntagvormittag, als ein Motorradfahrer aus dem Bezirk Krems nach einem Überholmanöver auf der B 71 (Zellerrain Straße) stürzte und gegen eine Felswand prallte. Wie alle anderen Verunfallten sei auch er mit „mittelschweren Verletzungen“ prinzipiell „glimpflich davon gekommen“, erzählt Benjamin Leodolter vom Roten Kreuz Mariazell. Dadurch, dass die Unfälle allesamt im Umland passierten, habe man an diesem Wochenende immer eine recht lange Anfahrtszeit gehabt.

Die Freiwillige Feuerwehr Mariazell kümmerte sich um den Abtransport des verunfallten Motorrads auf der B 71
Die Freiwillige Feuerwehr Mariazell kümmerte sich um den Abtransport des verunfallten Motorrads auf der B 71 © FF Mariazell

Nach einer längeren Periode mit schlechtem Wetter sei es nicht unüblich, dass viele Motorradfahrer bei einem Wetterumschwung rund um den Wallfahrtsort unterwegs seien. Wenn man es auf die Gesamtzahl aufrechne, seien vier Einsätze somit ohnehin nicht viel, meint Leodolter. „Zur Routine werden Motorradunfälle nie, weil jeder davon seine Eigenheiten bietet“, erklärt er. „Von der Ausrüstung bis zur Beteiligung anderer Fahrzeuge spielen viele Faktoren eine Rolle. Aber die Abhandlung funktioniert bei uns nach standardisierten Schemen und Rhythmen.“

In diesem Jahr hatte man bereits zwei Mal mit einer Häufung an Motorradunfällen zu tun: Zuerst kam es um das Osterwochende zu drei Motorradunfällen, Anfang Mai ereigneten sich zwei davon sogar in ein- und derselben Kurve auf der B 24 (Hochschwab Straße).