Ein tragischer Unfall ereignete sich am Samstag auf der Mariazeller Bundesstraße: Ein 42-jähriger Mann aus dem Bezirk Leoben kam mit seinem Motorrad zu Sturz und erlitt tödliche Verletzungen.

Ersthelfer konnten nicht Mann nicht mehr retten

Der Mann war gegen 10.25 Uhr alleine mit seinem Motorrad aus Richtung Mariazell kommend über den Steirischen Seeberg in Fahrtrichtung Kapfenberg unterwegs. Im Bereich einer leichten Linkskurve kam er – ersten Erhebungen zufolge vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers in Verbindung mit nicht angepasster Geschwindigkeit – auf das Straßenbankett. In der Folge stürzte er, schlitterte entlang eines betonierten Wassergrabens und prallte gegen einen ebenfalls betonierten Wasserdurchlass.

Vorbeifahrende Ersthelfer sowie das Rote Kreuz leiteten sofortige Reanimationsmaßnahmen ein. Auch der Notarzt des ÖAMTC-Rettungshubschraubers „Christophorus 15“ kam zum Einsatz. Dennoch verliefen alle Bemühungen negativ – der 42-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle.

Immer mehr Motorradunfälle

Ähnliche Vorfälle gibt es zur Genüge, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Wieso ausgerechnet Motorradlenkerinnen und -lenker gefährdet sind, liegt für Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auf der Hand: „Motorradfahrer haben null Knautschzone, sind dem Verkehr viel mehr ausgeliefert“. Jeder Fehler wird ungleich stärker bestraft. „Als Motorradfahrer ist man immer einer der Schwächsten“, ergänzt Georg Scheiblauer, Chefinstruktor Motorrad beim ÖAMTC.

Ein Blick auf die Statistik zeigt: Im Jahr 2024 starben 17 Motorradfahrer auf den steirischen Straßen. Besonders auffällig: Während die Zahl der Verletzten bei Autounfällen im Zeitraum von 2015 bis 2024 von 25.625 Personen österreichweit auf 19.793 gesunken ist, stieg jene der Verletzten bei Motorradunfällen von 4219 auf 4468 an.