Der Wahlkampf für die Gemeinderatswahl nimmt Fahrt auf. Finanzen und Budget machen alle Parteien in Bruck zum Thema. Gleich unter sieben Kandidatinnen und Kandidaten kann man am 23. März wählen, die Kleine Zeitung bittet sie zum Gespräch.
Brucks Stadtchefin Andrea Winkelmeier (SPÖ) stellt sich zum ersten Mal als amtierende Bürgermeisterin der Wahl. Sie hat ein teils stark verjüngtes Team und meint mit Blick auf die neue Periode: „Ich will die Sache angehen und verbessern. Bruck muss der Ort bleiben, an dem die Region zusammenkommt.“ Die nach Leoben verlegte unfallchirurgische Akutambulanz war für die SPÖ bisher eines der dominierenden Themen – über die Gemeindegrenzen hinaus.
ÖVP und FPÖ
Den Führungsanspruch stellt auch die ÖVP unter Vizebürgermeisterin Susanne Kaltenegger. Sie hat im Vorfeld bereits erklärt: „Ich möchte die nächste Bürgermeisterin von Bruck werden, nur so kann sich die Stadt wieder in die richtige Richtung entwickeln.“ Bruck sei reich an Schlagzeilen, aber arm an Ergebnissen – das müsse sich ändern.
Die FPÖ geht mit Raphael Pensl an der Spitze in den Wahlkampf und möchte sich am Ergebnis der vorletzten Wahl 2015 orientieren. Dort holte man mit sieben Mandaten das beste Ergebnis. „Wir möchten mit Professionalität, Ehrlichkeit und ohne Leuchtturmprojekte punkten. Es braucht einen Krisenmanager und keinen Bierzeltbürgermeister“, so Pensl. Auch eine saisonale Ordnungswache soll eingeführt werden.
KPÖ und Grüne
Vor 15 Jahren gelang Jürgen Klösch von der KPÖ der Einzug in den Gemeinderat. Seine Devise: „sanieren statt ruinieren.“ Es dürfe nicht darum gehen, Prestige-Projekte wie den Neubau der Mittelschule unnötig groß aufzuziehen. „Wenn Pernegg abspringt, gibt es ein riesiges Minus.“
Bei den Grünen ist die bisherige Gemeinderätin Jacqueline Staber-Gossi nicht mehr an Bord. Wie Donnerstagabend bekannt wurde, stellt die Partei nun einen männlichen Spitzenkandidaten auf: Der 47-jährige Brucker Nikolaus Passath, bisher nicht in der Kommunalpolitik tätig, startet für die Partei ins Rennen.
Neos und Bürgerliste
Für die Neos sitzt Sebastian Wintschnig im Gemeinderat, die Partei ist vor fünf Jahren erstmals in das Gremium eingezogen. Bisher habe man Oppositionsarbeit geleistet und will bei der bevorstehenden Wahl gleich auf drei Mandate kommen. Eine zentrale Forderung: Gemeinderatssitzungen sollen wieder live übertragen werden.
Der frühere Polizeichef der Stadt, Kletus Schranz, hat die Liste „Neues Bruck“ ins Leben gerufen. Er war auch schon bei anderen Parteien aktiv, zuletzt der FPÖ. „Wir sind keine politische Partei, sondern eine Gruppe, die etwas gegen die Versäumnisse in den letzten 30 Jahren tun will“, erklärte er bei seiner Vorstellung.
Die Ausgangslage ist also spannend. Die Kleine Zeitung lädt Sie, liebe Leserinnen und Leser, herzlich zu der Diskussion am Donnerstag, 27. Februar, in den WKO-Saal der Stadt Bruck ein. Beginn ist um 18 Uhr. Sie müssen sich dafür lediglich anmelden:
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