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"Bis zum Tod"Giftig: Warum Hundekot in der Wiese mehr als nur ein hinterlassenes Häuferl ist

Die beiden Kraubather Landwirte Bernhard und Andrea Luckner ärgern sich über "Hundetourismus" auf ihren Wiesen und erklären, warum das "Häuferl" der Vierbeiner sogar bis zum Tod der Kühe führen kann.

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Bernhard und Andrea Luckner mit ihrem Hund Sam © Isabella Jeitler
 

Auf den Feldern der Luckners herrscht ein regelrechter „Hundetourismus“ – Landwirt Bernhard Luckner betont, er nenne es bewusst so und erklärt auch, warum. Er und seine Frau Andrea Luckner möchten auf ein Problem aufmerksam machen, das sie schon lange, doch in letzter Zeit leider immer stärker beobachten müssen, wie sie berichten. Es geht um die hinterlassenen Hundstrümmerl auf ihren Feldern in Kraubath, direkt zwischen der Autobahn und der vorbeifließenden Mur. Hundekot im Futter sei toxisch und kann für Kühe tödlich enden.

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Danke für Ihr Verständnis.

reschal
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Hundeführerschein

Es braucht eine ausgedehnte Ausbildung für ALLE HUNDEHALTER!

perosegger
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Da gibt's wohl mehrere Baustellen...

Hundstrümmerl "können" - mit ungefähr 10% Wahrscheinlichkeit, für Erkrankungen anderer Tiere verantwortlich sein, von diesen mit 2% für deren Tod. Der Mensch tötet täglich 100.000e Tiere...
Eine Wiese neben der Autobahn sollte kein Tierfutter liefern, da sie mit ziemlicher Sicherheit mit Schwermetallen kontaminiert ist...
und drittens: ist wahrscheinlich das Glyphosat der letzten Jahre auch noch nicht rückstandsfrei abgebaut...
Ich bitte daher ALLE um Rücksicht für unseren Planeten!
Übrigens: auch Eigentum darf nicht verantwortungslos verwendet werden. Ein gedeihliches Miteinander ist daher Das GEBOT der Stunde!

heri13
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Eines muß man unseren Bauern lassen, kreativ sind sie.


Kälte,Trockenheit, Hochwasser ,Unwetter ,Hundstrümmerl usw.
Alles Gründe zum jammern.
Jetzt nur noch die Frage, wie können sie für die Hinterlassenschaften von Hunden auch noch Geld bekommen.

Mein Graz
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@heri13

Also dein Kommentar deutet m.E. auf ein gestörtes Verhältnis zu Landwirten hin.
Es gilt natürlich die USV.

lupinoklu
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Disziplin und Erziehung fängt im Elternhaus an!

Wenn ein Hundebesitzer bereits im Elternhaus durch antiautoritäre Erziehung nicht die nötigen Grundregeln erfährt, wie soll er dass dann, wenn er mit einem Hund spazieren geht, in die Praxis umsetzen?

Ich erlebe es fast jeden Tag im Europapark, dass Hundebesitzer ganz bewußt übersehen, dass ihr Hund eine Hinterlassenschaft produziert. Es macht wenig sinn, wenn das Ordnungsamt genau kontrolliert, ob der Hund angeleint ist. Dafür aber könnte man mit etwas gutem Willen und dem nötigen Weitblick, solche "blinden" Hundebesitzer leicht dazu bringen, die Gratistüten aus den an den Eingängen des Europaparks postierten Spendern zu entnehmen.

Und Antworten von Ertappten wie: Ich zahle ja schließlich Hundesteuer! begegne ich meist mit der Antwort: Und ich zahle Einkommenssteuer und kacke Ihnen auch nicht ins Wohnzimmer!!!
Ist doch ganz einfach oder???

calcit
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Eine Frage des Anstands und der Manieren...

...eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass nan ungefragt kein fremdes Eigentum betritt, verdreckt oder beschädigt. Dass man öffentliche Bereich sauber hält und seinen Müll wieder mitnimmt, dass man sich rücksichtsvoll gegenüber den anderen, den Nachbarn, etc. verhält.... aber offenbar ist das in letzter Zeit vermehrt verloren gegangen oder nicht mehr Bestandteil der Erziehung... offenbar zählt nur mehr das ICH...

jg4186
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Auf den Hund gekommen

Ein interessantes Phänomen: Man sieht oft mehr Hunde als Kinderwagen beim Spazierengehen. Warum ist das so?
Hundedreck alle paar Meter in unserer Stadt - ekelhaft. Und für Kühe - siehe Bericht - gefährlich.
Das wahre Prolem ist das Wesen am anderen Ende der Leine: Hundesteuer so anheben, dass die Anzahl der Hunde deutlich zurückgeht. Und klare Überprüfung und dann auch Bestrafung. Was wäre, würde eine Mutter ihr Baby einfach so, am Hauptplatz, am Gehsteig Windel runter und .... alle wäre schockiert. Warum dürfen Hunde das?
Dank an alle verantwortungsbewussten Hundehalter.

Hildegard11
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Weil Politiker....

...wie immer zu feige sind, um ordentlich Hundesteuer zu kassieren. Pro kgLG sollte kassiert werden. Viel Hund viel Kot. Zweit- und Dritthunde verbieten.

NIWO
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Ok. Dann bitte aber auch eine Steuer für Pferdehalter.

Die hinterlassen auch ihren Dreck auf den Straßen und keiner ist verpflichtet diesen wegzumachen. Gleiches Recht und gleiche Pflicht für alle.

NIWO
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Ok. Dann bitte aber auch eine Steuer für Pferdehalter.

Die hinterlassen auch ihren Dreck auf den Straßen und keiner ist verpflichtet diesen wegzumachen. Gleiches Recht und gleiche Pflicht für alle.

klaxmond
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Ach Frau Hildegard

und die Steuer räumt dann die Hinterlassenschaft auf?
Als Grundeigentümer wäre es mir auch nicht recht, wenn jeder seinen Müll liegen lässt, wobei der Hundekot das kleinere Übel ist, denn der verrottet im Gegensatz zu den, von Menschen weggeworfenen Dingen.
Trotzdem räume ich selbstverständlich hinter meinem Hund auf, obwohl die Möglichkeit, dass mein Hund diesen, für Rinder gefährlichen Erreger in sich trägt, äußerst unwahrscheinlich ist. Ein diesbezüglich etwas genauerer Artikel in der Kleinen Zeitung wäre von Vorteil.
Ich hoffe, Sie kommen nie in eine Situation, in der Sie die Hilfe eines Hundes benötigen.

Mein Graz
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@klaxmond

Naja, man könnte eine Hundesteuer zweckgebunden verwenden. Und Leute, die sich einen Hund halten weil es "in" ist oder gerade eine Rasse "chick" ist würden es sich vielleicht überlegen, wenn sie zusätzlich zu allen anderen Kosten auch noch Steuerabgaben hätten.

Verrotten: "Laut Laboruntersuchungen braucht Hundekot 46,5 Tage, um sich bis zur Hälfte zu zersetzen." Quelle: vet-team pottenstein.
Was bedeutet, dass man ca. 90 Tage lang in den Dreck hineinsteigen kann, vorhandene Krankheitserreger oder auch Wurm-Eier weiter verbreitet, Hunde dran schnüffeln und sich infizieren können usw.

Hundekot gehört genau so entsorgt wie Müll, den Menschen verursachen!

klaxmond
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Ja. Sie haben absolut recht

vor allem mit Ihrem letzten Satz.
Ich wollte den liegengebliebenen Hundekot keinesfalls verharmlosen, wie schon gesagt, das räume ich auf, wurde auch so von meinen Eltern erzogen und ich räume auch hinter fremden Menschen her, die ihren Müll einfach fallen lassen, welcher aber nicht in 90 Tagen verrottet und der Tier- und Umwelt mehr Schaden zufügt (z.B. Dosen).
Hundesteuer: diese bezahle ich. Das ist ja Gemeindeabhängig. Diese hat sich im letzten Jahr um mehr als verdoppelt, es wurden aber sehr viele Gassiautomaten aufgestellt, welche aber leider nicht von allen angenommen werden.

Mein Graz
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@klaxmond

In Graz wurde die Hundesteuer ersatzlos abgeschafft, was viele Hundebesitzer natürlich gefreut hat. Sackerlspender gibt es sehr viele, und mir als Mensch ohne Hund macht es auch nichts, diese mitzufinanzieren.

Leider ist es tatsächlich so, dass es Hundehalter gibt die sich einen Dreck drum scheren. Und wenn man sie darauf anspricht kriegt man höchstens eine patzige Antwort, das geht bis zu Drohgebärden.

klaxmond
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Ja. Sie haben absolut recht

vor allem mit Ihrem letzten Satz.
Ich wollte den liegengebliebenen Hundekot keinesfalls verharmlosen, wie schon gesagt, das räume ich auf, wurde auch so von meinen Eltern erzogen und ich räume auch hinter fremden Menschen her, die ihren Müll einfach fallen lassen, welcher aber nicht in 90 Tagen verrottet und der Tier- und Umwelt mehr Schaden zufügt (z.B. Dosen).
Hundesteuer: diese bezahle ich. Das ist ja Gemeindeabhängig. Diese hat sich im letzten Jahr um mehr als verdoppelt, es wurden aber sehr viele Gassiautomaten aufgestellt, welche aber leider nicht von allen angenommen werden.

Mein Graz
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@Hildegard11

Bei der Hundesteuer bin ich bei dir.

Beim Verbot mehrere Hunde zu halten aber keinesfalls. Denn wenn JEDER Hund besteuert ist zahlt der Halter ja auch für mehrere Hunde!