Angekündigt ist der markante Wetterumschwung seit Tagen, doch bei blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen ist es am Mittwoch noch schwer zu glauben, dass bereits in der Nacht auf Donnerstag die erste Kaltfront durch den Bezirk Leoben rauscht. Dass dem so ist, bestätigt Meteorologe Alexander Hedenig von Geosphere Austria.

„Am späten Mittwochnachmittag werden bereits die ersten Wolken durchziehen und spätestens in den Abendstunden zwischen 20 und 23 Uhr beginnt es zu regnen, in höheren Lagen zu schneien“, erklärt Hedenig. Eine „spannende Wetterlage“ wird den Bezirk Leoben aber am Donnerstag treffen. Durch eine Nordströmung werden im Bereich Eisenerz und Präbichl bis Freitag etwa 50 Zentimeter Schnee fallen – unterbrochen nur durch kurze Pausen.

Starker Wind und Lawinengefahr

Dazu komme noch sehr starker Wind, mit Böen zwischen 60 und 80 km/h. „Das verstärkt nicht nur die große Lawinengefahr, sondern macht auch auf den Straßen Probleme“, betont Hedenig. Er warnt auch vor Skitouren, denn Windverfrachtungen und der Neuschnee würden Lawinen befeuern. Probleme kann der Neuschnee auch im Bereich Wald am Schoberpass bereiten, wo zwischen 20 und 40 Zentimeter Neuschnee zu erwarten sind. „Durch den beginnenden Osterreiseverkehr Freitagnachmittag ist besondere Vorsicht im Bereich der A9, der Pyhrnautobahn, um den Schoberpass angesagt. Am besten wäre es, überhaupt erst am Samstag zu fahren“, bemerkt der Meteorologe.

Solche Schneemengen wie 2019 werden in Wald am Schoberpass für Donnerstag und Freitag nicht erwartet, aber bis zu 40 Zentimeter könnten es werden
Solche Schneemengen wie 2019 werden in Wald am Schoberpass für Donnerstag und Freitag nicht erwartet, aber bis zu 40 Zentimeter könnten es werden © LR Norbert Ortner

Doch auch die niedrigen Lagen im Bezirk werden Donnerstag und Freitag Schnee abbekommen, in St. Michael beispielsweise fünf bis zehn Zentimeter. „Was auf jeden Fall massiv sein wird, ist stürmischer Wind vor allem im Bereich des Liesingtals und im Trofaiacher Becken. Dort kann es durchaus auch Böen mit 60 bis 80 km/h geben“, erzählt Hedenig.

Durchwachsene Karwoche

Bereits Freitagnachmittag soll, laut Hedenig, allmählich Entspannung beim Wetter eintreten. „Die Niederschläge klingen ab, es bleibt aber kalt und auch der Wind wird spürbar bleiben. Schnee ist nur noch in den Staulagen zu erwarten“, betont der Meteorologe. Am Samstag soll sich das Wetter auch wieder beruhigen, zumindest, was die Niederschläge angeht. Der stürmische Wind wird auch am Wochenende präsent sein.

Ab Samstagnachmittag und auch am Sonntag, wo es nur noch auf den Bergen windig sein wird, soll es zu einer Atempause beim Wetter kommen. „Die Karwoche ist allerdings, aus heutiger Sicht, sehr durchwachsen. Warm- und Kaltfronten werden sich abwechseln“, berichtet Hedenig.