Unter dem Vorwand, eine Zwei-Euro Münze wechseln zu wollen, führt ein Mann derzeit in der Steiermark, in Niederösterreich und in Oberösterreich vorwiegend ältere Personen hinters Licht. Kommt es zu einer Unterhaltung, bedrängt er seine Opfer und stiehlt in diesem Moment der Ablenkung Bargeld, Bankomatkarten sowie diverse Urkunden. Mit den erbeuteten Bankomatkarten wurden in einigen Fällen im Anschluss Waren bezahlt.
Die Ermittler des Landeskriminalamtes Steiermark gehen derzeit von zwölf Straftaten im Zeitraum von Jänner bis März 2025 aus, befürchten aber eine weitaus höhere Dunkelziffer an Trickdiebstählen. Aus diesem Grund ordnete die Staatsanwaltschaft Leoben nun die österreichweite Veröffentlichung von Lichtbildern und eines Videos des Täters an. Die Bilder stammen von Überwachungskameras der jeweiligen Standorte.
Täterbeschreibung
Nach derzeitigem Ermittlungsstand agiert der Mann allein und hat, wie für Trickdiebstähle üblich, ein freundliches und gepflegtes Aussehen. Er ist 40 bis 50 Jahre alt und 170 bis 175 Zentimeter groß. Zudem hat er kurze dunkle Haare und besitzt einen ausländischen Akzent. Das Landeskriminalamt erbittet Hinweise zum Verdächtigen unter 059133 60 - 3333 oder 133.
So schützt man sich
Trickdiebe geben oftmals vor, jemand anders zu sein und etwas von ihren Opfern zu benötigen. Sei es als Vertreter einer Behörde, als Mitarbeiter einer Bank oder einer anderen Institution – meistens verhalten sich die Täter sehr freundlich und wirken vertrauenserweckend. Oft passiert der Betrug direkt an der Wohnungstür, laut Polizei könnten solche Vorfälle in den meisten Fällen durch mehr Vorsicht verhindert werden.
Die Kriminalprävention der Polizei empfiehlt daher, nie fremde Personen in die Wohnung zu lassen und immer eine Sperrkette vorzulegen. Bevor man die Tür öffnet, sollte man durch den Spion zu schauen und sich vergewissern, ob man die Tür gefahrlos öffnen kann. Um sicherzugehen, dass die Person die ist, die sie vorgibt zu sein, sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen.