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PersonalrochadeÖVP-Lackner tritt als Klubobmann zurück und gibt Landtagsmandat ab

Neuerliche Änderung in der steirischen ÖVP: Der erst seit Frühjahr 2017 amtierende Landtagsklubobmann Karl Lackner tritt mit Jahresende zurück. Neue Klubchefin wird Barbara Riener. Lackners Landtagssitz geht an Bundesrat Armin Forstner.

Karl Lackner, Hermann Schützenhöfer, Barbara Riener © Foto Fischer
 

Der Parteivorstand der steirischen ÖVP segnete am Montag nachmittag einstimmig ein Personalpaket ab. Demnach zieht sich Klubobmann Karl Lackner (64) mit Jahresende aus der Politik zurück, er gibt sowohl die Funktion als Klubobmann als auch sein Landtagsmandat auf. Die Führung des Klubs übernimmt die langjährige Grazer ÖVP-Landtagsabgeordnete Barbara Riener (55).

Lackner hatte den Klub erst Ende April 2017 übernommen. Vorgängerin Barbara Eibinger-Miedl war damals im Gefolge des Rücktritts von Christian Buchmann zur Landesrätin aufgestiegen. Der bodenständige Polit-Profi aus Donnersbach ließ allerdings schon zu Jahresbeginn 2018 durchblicken, dass er die Periode bis zur Landtagswahl 2020 nicht durchdienen will. Mehrfach gab es deshalb in den letzten Monaten Überlegungen, eine Nachfolge zu gestalten, wobei zwischendurch auch deutlich jüngere Anwärter im Spiel waren.

Nun hat Parteichef Hermann Schützenhöfer aber einer konventionellen Lösung den Vorzug gegeben: Die Psychotherapeutin Barbara Riener, seit 2009 im Landtag, übernimmt ab 1.1.2019 den Klubvorsitz. Lackners Landtagsmandat im Bezirk Liezen geht im Jänner an Armin Forstner (47). Er ist Bürgermeister von St. Gallen und saß bisher (seit 2015) im Bundesrat. Forstners Bundesratsmandat wiederum wird an Ernest Schwindsackl (64) weitergereicht. Er ist in Graz ÖVP-Gemeinderat, Stadtgruppenobmann des Seniorenbundes und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt als früherer langjähriger Werbereferent bei Raiffeisen.

Nach dem Buchmann-Rücktritt 2017, dem Mandatstausch zwischen Buchmann und Detlev Eisel-Eiselsberg im selben Jahr sowie einer Personalrochade im Oktober 2018 (Friedrich Reisinger statt Hermann Hartleb im Landtag, Bruno Aschenbrenner statt Gregor Hammerl im Bundesrat) ist es bereits die vierte Umstellung in der steirischen ÖVP-Mannschaft in kurzer Zeit. Die Partei betont aber: Alles läuft nach Plan.

Kommentare (6)
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untrpos
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Verjüngung sieht eindeutig anders aus

Schade dass eine Chance für Verjüngung vertan wurde. Alles Gute aber an Fr. Riener

cleverstmk
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Wer noch??

Hatten sich da nicht noch ein paar andere Chancen ausgerechnet???

Captain Future
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Alles nach Plan

Dass ich nicht lache. Sehr chaotisch, was da abgeht.

stprei
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Nach Plan

Kerns Rücktritt war chaotisch. Und da durfte man auch lachen, so patschert wie das war.

Diese Änderung liest sich eigentlich eher organisiert.

DJ DonCarlo
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Nach Plan

Warum sollte es nicht "nach Plan" sein? Es gibt ausreichend Personal für Rochaden.

styrianprawda
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@DJ

Ja, genau! Brave, langediente "Parteisoldaten". LOL