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GrundversorgungLage entspannt: Steiermark schließt Quartiere für Asylwerber

Knapp 10.000 Asylwerber in der Steiermark befinden sich noch in Grundversorgung. Quartierverträge laufen aus: Ende Februar ist es am Gaberl soweit. Und: Bereits 1500 Personen besuchten Wertekurse.

Landesrätin Kampus
Landesrätin Kampus © Land/Scheriau
 

"Integration vom ersten Tag an" lautet die Marschrichtung, die Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) mit dem Koalitionspartner ÖVP in der Steiermark nach der Flüchtlingskrise ausgegeben hatte. Vor einem Jahr hat das Land in Kooperation mit dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) Werte- und Orientierungskurse für Flüchtlinge gestartet. 1500 Asylberechtigte und Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit sind seither in achtstündigen Modulen über Spielregeln in unserer Gesellschaft aufgeklärt worden, zogen ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf und Kampus kürzlich  Bilanz. Die Kosten für diese Kurse im ersten Jahr: 120.000 Euro.

Was die Unterbringung von Asylwerbern in der Grundversorgung angeht, entspannt sich die Lage in der Steiermark deutlich. Waren zum Höhepunkt fast 13.000 Menschen in Flüchtlingsquartieren untergebracht, sind aktuell rund 10.000 Menschen in Grundversorgung. Das Land schließt derzeit pro Quartal acht bis zehn Flüchtlingsquartiere, da die Verträge auslaufen oder der Raum nicht mehr benötigt wird.

Quartier schließt

Siehe Gaberl, wo zeitweise 29 Asylwerber in der alten "Almstub’n" ein neues Zuhause gefunden haben. Mittlerweile sind es nur noch rund zehn Personen: Sie übersiedeln Ende des Monats, zumal der Vertrag mit dem Quartiergeber ausläuft. Mit Kritik der Grünen am abgelegenen Standort habe das nichts zu tun, erzählt man im Landhaus.

Die Reduktion liegt einerseits an den Rückführungen von Flüchtlingen, andererseits daran, dass Schutzsuchenden der Asylstatus zuerkannt worden ist. "Rund 70 Prozent jener, die den Status bekommen, ziehen nach Wien", schildert Wolf. Dort warten oft Familienmitglieder, aber auch eine höhere Mindestsicherung.

Das verpflichtende Integrationsjahr für Flüchtlinge, das der Bund einführen wird, ist für Kampus der richtige Weg: "Vor allem, weil der Dienstleistungsscheck für Asylwerber geöffnet wird, diese also auch in Privathaushalten arbeiten können." Deutschkurse, Bildung, Arbeit seien die wichtigsten Säulen für Integration, betont die Landesrätin. Das Land habe bereits Deutschkursplätze für 80 Prozent der Asylwerber geschaffen, man arbeite an der Vollabdeckung. Der Integrationsfonds wird in Deutschkursen stärker auf Wertevermittlung achten.

Arbeitsmöglichkeiten

Das Land sucht außerdem nach Arbeit im eigenen Bereich, um diese Asylwerbern im Integrationsjahr anbieten zu können. Rund 100 steirische Gemeinden hätten Flüchtlinge bereits im Vorjahr für Winterdienst oder Grünraumarbeiten beschäftigt. Die Mindestsicherung für Asylberechtigte hat das Land in die Integrationshilfe umgewandelt, die an klare Auflagen – wie eben Deutschkurse – gekoppelt sei.

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