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Für Klimaneutralität 2040Österreichs "CO2-Budget" in neun Jahren aufgebraucht

Neue Studie verdeutlicht Kraftakt, der notwendig ist, um Regierungsziel zu erreichen und Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen. Emissionen müssten ab sofort pro Jahr um mehrere Millionen Tonnen sinken.

 

Wie kann Österreich das im Regierungsprogramm verankerte Ziel erreichen, bis 2040 klimaneutral zu sein? Rechnerisch geht das dann, wenn das Land insgesamt nur noch rund 700 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent ausstößt, wie die Forscher Gottfried Kirchengast und Karl Steininger vom Wegener Center der Uni Graz in einer neuen Studie errechnet haben. Was nach viel klingt, relativiert sich bei näherer Betrachtung: Es ist weniger als das Neunfache jener Menge, die Österreich derzeit innerhalb eines Jahres emittiert. Mit anderen Worten: Geht es mit dem Ausstoß weiter wie derzeit, wäre das noch verfügbare „CO2-Budget“ binnen neun Jahren aufgebraucht.

Kommentare (5)

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umo10
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Für den Steuerzahler nahezu unmöglich

Jetzt kam auch noch die Massenarbeitslosigkeit wegen Covid-19 hinzu :-o Der Steuerzahler ist pleite, auch die privaten Firmen sind schon auf staatliche Covid-19 Hilfe angewiesen. Die Politik muss es vorleben. Jedes neue oder neu-renovierte öffentliche Gebäude sollte per Gesetz nur mit Photovoltaik-Platten gedeckt werden dürfen. Im Moment ist der Schuldenbedarf so hoch, dass es eh schon wurscht ist.

Lodengrün
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Da bin ich froh,

das Frau Köstinger in weiser Voraussicht, das damals schon alles in die Wege geleitet hat.

steinmhe
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Technologie

Eine wunderschöne Studie, deren Aussagekraft klar ist, die aber in der Praxis unbrauchbar ist. Die zum Erzielen der Einsparungen notwendigen Technologien fehlen bzw. sind noch nicht ausgereift. In der Energieproduktion muss die erzeugte Energie immer gleich der im Moment verbrauchten Energie sein. Es gibt großtechnisch noch keine Anlage (wie Power to H2, Power to e - fuel) , die große Energiemengen speichern und während der Zeit geringer alternativer Energieproduktion zu Energie umwandeln können. Gasturbinen, die 100% H2 verbrennen können sollen bis 2030 verfügbar sein. ....

scionescio
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Die Voest ist allein für 10% des gesamten CO2 Ausstoßes in Österreich verantwortlich...

... und allein eine Umstellung der Hochöfen auf Wasserstoff würde mehr als die vier Millionen Tonnen CO2 bringen- wenn statt den umweltschädlichen Subventionen für BEVs die Umstellung der Hochöfen subventionieren würde, wären wir nicht nur schlagartig Musterschüler, sondern würden uns auch den Akku-Sondermüll ersparen(und die Chinesen müssten weniger Kohlekraftwerke bauen, damit sie den Schwachsinn für Europa produzieren können - und damit allein für ein Drittel des weltweiten CO2 Ausstoßes verantwortlich sind!).
Aber da sorgt die Lobby der Energieversorger schon davor, dass das nicht passiert - die wollen endlich die Autofahrer mit ihren Ladesäulen aussackeln!

Pablo63
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@Scio! King of #Whataboutism

Selbstverständlich brauchen wir BEV und H2 für Spezialanwendungen wie die Stahlindustrie. Der Verkehr leistet bekanntlich einen Beitrag von 14%, die Gewinnung, Verarbeitung und Verteilung von fossilen Brennstoffen nochmals 13% der weltweiten THG. In fünf Jahren kauft kein vernünftiger Mensch mehr ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Der Markt wird es regeln.