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Drogen und SuchtJeder zehnte Grazer kifft

In der neuen Ausgabe von Graz – Laut gedacht geht es um das Thema Drogen und Sucht in Graz. Ulf Zeder (Leiter Referat für Sozialmedizin) und Katja Körndl (Streetworkerin) bieten in Hinblick auf Drogen spannende Einblicke darüber, was und wie Grazerinnen und Grazer konsumieren.

e meisten der nach dem Suchtmittelgesetz beanstandeten Delikte betreffen Cannabis
e meisten der nach dem Suchtmittelgesetz beanstandeten Delikte betreffen Cannabis © Stefan Pajman
 

Drei Viertel der Drogendelikte in Graz stehen in Zusammenhang mit Cannabis. Aber auch härtere Drogen machen vor der Stadt nicht halt. Doch wer welche bzw. welche Menge an Drogen nimmt, lässt sich nur bei legalen Substanzen wie Alkohol oder Tabak gut nachvollziehen, so Ulf Zeder. Er ist als Leiter des Referats für Sozialmedizin auch für die rund 900 Opioid-Substituierten Grazerinnen und Grazer zuständig und kennt die Drogenszene. Dennoch könne man sich den Zahlen für illegalisierte Substanzen nur anhand verschiedener Hinweise nähern. Einer dieser Hinweise sind polizeiliche Statistiken.  So kommt man in Graz bei 1.000 Einwohnern auf ungefähr 4,3 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz pro Jahr. (Zum Vergleich: In Wien sind es 7,5).

Drogen im Abwasser

"In Graz schweben wir zwischen 1.200 und 1.700 Personen, die nach dem Suchtmittelgesetz erwischt werden", so Zeder, "87% davon sind Männer". Graz entspricht da etwa dem Schnitt Österreichs. Die meisten (75 Prozent, bei Jugendlichen sogar 93 Prozent) der nach dem Suchtmittelgesetz beanstandeten Delikte betreffen Cannabis. Kokain ist mit sechs Prozent schon weit abgeschlagen danach kommen fünf Prozent Amphetamine, dann Opiate, Ecstasy und andere Drogen. 

2019 wurde das Abwasser für eine Woche analysiert. Anhand der Ergebnisse kann man auf ca. 20.000 Cannabis-Konsumvorgänge pro Woche schließen. Ulf Zeder: "Man kann davon ausgehen, dass etwa zehn Prozent der Grazer Bevölkerung aktiv Cannabinoide konsumieren. Bei Kokain wären es an die 1.500 Personen.

Graz – Laut gedacht

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"Junge schwer zu erreichen"

Katja Körndl ist Drogenstreetworkerin und hat bei ihrer Arbeit festgestellt, dass Jugendliche immer schwerer zu erreichen seien, sie würden den öffentlichen Raum weniger nutzen: "Sie konsumieren anders, bestellen die Substanzen im Internet, da gibt es ständig neue. Wir haben sehr wenige Jugendliche in unseren Einrichtungen."

Zudem kritisiert sie das Fehlen eines Konsumraums: "Man darf in Notschlafstellen nicht konsumieren, Betroffene müssen das dann öffentlich machen, z.B. auf Toiletten unter schlimmen hygienischen Bedingungen. Das ist ein großes Anliegen an die Politik.", so Körndl. 

Cannabis freigeben?   

Auch die alte Diskussion um die Freigabe von Cannabis war Thema des Podcasts. Ulf Zeder sieht teilweise Probleme in der Illegalität einiger Substanzen und zieht Vergleiche zum Konsum von Nikotin und Alkohol: "Natürlich regulieren wir das. Keiner will, dass Siebenjährige rauchen. Ich sehe keinen Grund, warum wir diesen Gedanken bei anderen Substanzen nicht anwenden können. Die Droge ist ohnehin da. Es gibt viele Modelle, das zu verbessern". 

Den aktuellen und viel diskutierten CBD-Boom sieht Zeder übrigens nicht sehr problematisch: "Schauen sie, wer in die CBD-Shops geht, da stehen nicht die Jugendlichen Schlange, die haben kapiert, dass der THC-Anteil zu vernachlässigen ist."

Ulf Zeder, David Knes und Katja Körndl Foto © Marianne Kolland

 

Kommentare (29)

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BasmatiNudl
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Macht doch nichts

Und wieviele saufen? Ist doch schon längst bewisen, dass Alkohol weitaus schädlicher ist als Cannabis. Also wo liegt das Problem? Außerdem rauchen bestimmt mehr als 10 Prozent.

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tigeranddragon
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Jeder

10te also?....hahahahaha!!!!

Ganz ehrlich......unrealistisch, weil viel zu niedrig bemessen

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vonnixkummtnix
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Analyse: "20.000 Cannabis-Konsumvorgänge pro Woche"

Daraus schließt man, dass ~30.000 Menschen regelmäßig Cannabinoide konsumieren?

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kaagee44
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Wahlrecht

So jemand gehört das Wahlrecht entzogen. Weil der ist ja in einem ständigen geistigen Ausnahmezustand.

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BasmatiNudl
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Ha

Die meisten haben aber mehr in der Birne als die "Nuralkoholkonsumierer".

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tigeranddragon
2
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Fordern

diejenigen, die es schaffen an 10 Tagen im Jahr nüchtern zu bleiben!!!!

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ChihuahuaWelpe56
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„Spuren von Kokain bei Gudenus gefunden“ Zoom schreibt immer wieder von Drogenparties mit Kurz und beruft sich dabei auf Augenzeugen...

He ihr Politiker, SEID UNS DOCH MAL EIN VORBILD!

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Heinz42
1
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Haha...

Der Witz war gut... :))

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Shiba1
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Jeder zehnte Grazer kifft

mir kommt vor, es müssen mehr sein

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Lodengrün
2
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Ging erst kuerzlich

durch die Stadt und war überrascht wie oft mir dieser typische Geruch entgegenschlug. Von Amsterdam gewohnt war mir das schon neu.

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alberewrm
4
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Kann ...

... auch legales CBD gewesen sein - oiso in Graz.

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limbo17
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Genau

die Drogen freigeben weil sie sowieso da sind!
Super!
Das sollte dann auch für Waffen und anders gelten das sowieso da ist!
Ironie aus!!!

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Lodengrün
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Warum aus?

Herr Hofer plädiert dafür. Schon vergessen BP Wahl? Er hat selber eine damit er im Zweifelsfalle Rambo spielen kann.

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Alfa166
3
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Wieso Rambo?

Ich hab auch legal einen Revolver zu Hause, ordnungsgemäß angemeldet und verwahrt, um mich und meine Familie zu beschützen und nicht um Rambo zu spielen.

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Rick Deckard
7
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oje,

da fehlt's an Vielem...

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SoundofThunder
24
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🤔

Nagls und Eustacchios Erfolgbilanz.

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freeman666
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@Sound merkwürdige Logik

In Graz bei 1.000 Einwohnern kommt man auf ungefähr 4,3 Anzeigen. In Wien sind es 7,5 Anzeigen.
Da reagiert Rot/Grün.....🤣....
Klar, es sind „immer und nur“ die gegnerischen Politiker schuld, wenn sich wer die Nase pudert. 🤦‍♂️

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limbo17
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Genau

diese zwei animieren alle zum Kiffen! Genau!
OMG geht s noch komischer?

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SoundofThunder
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😉

Sarkastischer.Schwarz Blau haben sich die Law and Order Politik auf ihre Fahnen geheftet. Das ist deren Erfolg.

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limbo17
6
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Na jetzt

wundert mich gar nichts mehr in dieser Stadt!!

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Caballero
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Nur jeder Zehnte?

Hätt mir nicht gedacht dass es so wenig sind

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acgelenk
4
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bild

was hat das bild mit cannabis zu tun?

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alberewrm
11
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Da ...

... musst den HC fragen!

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walter1955
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einfach nur Aufmacher

So manipuliert uns die FreiePresse die ja Unabhängig ist

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redfoxl
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Bekiffter Beitrag

Lern lieber mal deutsche Rechtschreibung, du Legasteniker, bevor du solche bekifften Beiträge schreibst!

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alberewrm
4
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Bitte mit "h", wenn schon über andere meckern!

Legasthenie (von lateinisch legere ‚lesen' und altgriechisch ἀσθένεια asthéneia, deutsch ‚Schwäche', also ‚Leseschwäche').

In deinem Fall eher Schreibschwäche im Verbund mit Grammatikschwäche ...

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