Dreispuriger Ausbau der A9 Bürgermeister machen Druck, Ministerium bremst

Wird die Autobahn zwischen Graz und der Grenze in Spielfeld auf drei Spuren ausgebaut? Demnächst sollte es eine Entscheidung geben. Im Ministerium wird der Ausbau derzeit geprüft.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Ein Ausbau der A9 im Süden von Graz - es gibt Pläne, diese werden derzeit evaluiert © Thomas Wieser
 

Der Ausbau der A9 zwischen Graz und Spielfeld auf drei Spuren je Fahrtrichtung – seit Jahren kämpfen Bürgermeister und Wirtschaftstreibende aus dem Grazer Süden für dieses Vorhaben.  „Der dreispurige Ausbau ist ein Muss“, bekräftigte nun etwa Kalsdorfs Bürgermeister Manfred Komericky (SPÖ). „Nicht unbedingt abgeneigt gegen das Projekt“ zeigt sich Seiersbergs SPÖ-Ortschef Werner Baumann. „Wir brauchen ein funktionierende Straßeninfrastruktur“, meint Joachim Schnabel, ÖVP-Bürgermeister in Lang (Bezirk Leibnitz). Eine Petition wurde verfasst.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

livius
1
5
Lesenswert?

Bitte den Bodenverbrauch reduzieren

Es ist schon genug wertvoller Boden versiegelt worden. Wir brauchen keine 3. Spur! Die LKWs gehören auf die Schiene. LKWs sollten sowieso nur mit maximal 70 km/h auf der Autobahn unterwegs sein dürfen. Der LKW-Tourismus muss überdacht werden. Es ist doch lächerlich zum Beispiel die Milch von Österreich nach Bayern zu bringen. Dort zu veredeln und dann wieder nach Österreich zu transportieren. Es müsste wieder viel mehr regional gedacht werden.

melahide
4
10
Lesenswert?

Also

Gut wenn das Teil endlich an seine Grenzen kommt. Baut man aus, dann fahren da nur noch mehr LKWs. 80er für LKWs, kilometerabhängige Maut … es geht auch mit dem Zug

Heike N.
3
11
Lesenswert?

Coole Sache

Die Baustellensanierungsmarkierungen sind noch nicht ganz weggeräumt, jetzt wird die Fahrbahn erweitert. Warum hat man das nicht gleich in einem Aufwaschen gemacht.

Aber man hat ja auch 1 knappes Jahr vor dem Neubau der Ostabfahrt diese saniert, da werden schon die richtigen Seilschaften beisammen sein.

Besser nicht nachdenken

DergeerdeteSteirer
5
16
Lesenswert?

Liabe Leut', in dieser Interpretation und Meinung liegt daß was immens hohen und realistischen Wahrheitswert hat, .............................


"Alles konzentriert sich auf Gewerbe und Industrie. Niemand bedenkt aber, dass diese gut erschlossenen Flächen nicht nur die Ackerflächen vernichten, sondern die Orte gleich mit."

So liabe Leut', und jetzt mal in Ruhe hinsetzen, überdenken und grübeln anfangen !!

Moveit
9
26
Lesenswert?

Klimaschutzgerechte Lösung nur mit ÖV

Wir reden seit Jahren von der Klimakrise und die einzige Möglichkeit diese zu verzögern ist der rigorose Ausbau des S-Bahn Angebots. Gerade in dieser Region gibt es zwei starke S-Bahn Äste an der Süd-. bzw. Koralmbahn. Die S5 ist seit 2007 eine Erfolgsgeschichte und weist einen stetigen Fahrgastzuwachs auf, der zwar durch die Pandemie etwas gebremst wurde aber genau da muss ausgebaut werden. - Zweigleisiger Ausbau zw. Werndorf und Lebring bzw. Leibnitz und Spielfeld-Straß und die Verdichtung des Angebotes hätten ein riesiges Potential. Ausbau von P&R Plätzen sowie Zubringerbuslinien und adäquate Radwege zu den Bahnhöfen würden für einen weiteren Fahrgastzuwachs sorgen.
Wer Straßen baut wird Verkehr ernten, das ist gewiss. - Was passiert aber dann mit dem vermehrten Verkehr in der Stadt Graz. - Die Zufahrten von Süden sind bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze. Neue Straßen sind nicht möglich und auch nicht zielführend.
Straßenausbau führt zu einer weiteren massiven Verschlechterung der Lebensqualität in den kommenden Jahrzehnten.
Der massive Anstieg des MIV auf der A9 ist der Zersiedlung geschuldet, die ebenfalls schnellstmöglich gestoppt werden muss, wie auch die Errichtung von auto-affinen Einkaufszentren auf der grünen Wiese!
Dann jammern alle das die Innenstädte sterben. - No Na - das ist doch die logische Entwicklung daraus.
Mit mehr Platz für Menschen kann man diese Entwicklung (noch) umkehren.

bond007
0
3
Lesenswert?

Aber

Zwecks Verkehr in Graz, der nicht mehr nach oben skaliert werden kann ist ein Ausbau der Straßen zwar für die Zubringer ok, aber in Graz geht dann, wie jetzt auch, nicht mehr viel.

bond007
7
2
Lesenswert?

Klimakriese

Natürlich wird ein Land wie Österreich durch die Reduktion des Individualverkehrs die Welt retten.

DergeerdeteSteirer
5
12
Lesenswert?

@Moveit, meine Hochachtung und volle Zustimmung deinem geschriebenen im Kommentar !!


Das sehe ich vom völlig gleichen Standpunkt mit gleicher Sichtweise, wer mit solchen Argumenten wie manch Gemeindegranden fordern und ausbauen will wird im Endeeffekt durch mehr Straßenbau immer mehr Verkehr ernten, da gehört ein grundsätzliches umdenken im handeln und tun gefordert !!

stprei
9
25
Lesenswert?

S-Bahn

Tatsächlich sollten sich alle Bürgermeister in der Region anschauen, ob sie nicht noch mehr Stellplatzangebote und Fördermöglichkeiten für die S5 finden.
Gerade Leibnitz und Umgebung hat in den vergangenen Jahren den Fehler gemacht, alles in Fachmarktzentren auszulagern, die nur mit dem Auto erreichbar sind.
Hier muss man gegensteuern und nicht nur darauf schauen, dass man noch mehr KFZ-fokussiert agiert. Allerdings würde wohl auch eine flächendeckende Section-Control von Schachenwald bis Spielfeld wesentlich zur Entspannung beitragen, weil IGL-100 wird kaum eingehalten.

bond007
2
5
Lesenswert?

Genau

Nur immer zu sagen, steigt um auf Öffi wird nicht funktionieren. Es muss die gesamte Infrastruktur und der Lebensraum auch dementsprechend angepasst werden. Wohnhaussiedlungen mit Nahversorger, Kindergarten und Schule, alles sehr zentral und Kompakt. Dann hat man kurze Wege ohne Auto und kann mit Öffi auch pendeln. Man muss auch die örtliche Struktur anpassen für ein gutes Öffi Konzept

Zwiepack
16
30
Lesenswert?

Wer von Leibnitz nach Graz mit dem Auto fährt

verdient kein Mitleid.
Die Seiersberg - Schwarzbau Besucher erst recht nicht.

In der Früh alle 15 - 20 min eine S-Bahn, die auch nicht länger braucht, bald ein unglaublich günstiges Ticket, mit dem auch der Rest der ganzen Steiermark buchstäblich erfahrbar ist - wenn nur die mit dem Auto fahren würden, wo es gar nicht anders geht, wäre noch lange genug Platz auf der Autobahn!

bond007
16
30
Lesenswert?

Alles wird vergindert

nur wegen dem Argument, ja sollen halt alle umsteigen auf Öffi. Haben Sie Kinder? Müssen sie zuerst ihre Kinder in die Krippe, Kindergarten oder Schule bringen und dann weiter in die Arbeit? Jemand der in dieser Region arbeitet bzw. lebt, für den ist das Öffi fahren nicht MÖGLICH da die Strecken zu weit und zu unindividuell sind. Kinder, Job, nach der Arbeit schnell Einkaufen gehen vllt. noch einen Termin wo anders. Mit Öffis nicht machbar. Bitte seien sie doch alle so ehrlich und gestehen sich ein, dass es halt für viele keine Option ist auf Öffi umzusteigen. Wenn man nur einen Weg in die Arbeit und Retour hat, dann ok, aber flexibel ist mit Öffis sehr oft nicht machbar.

Zwiepack
20
18
Lesenswert?

In den Kindergarten über die Autobahn?

Wo gibt es sowas?

Natürlich gibt es Fälle, wo es schwierig ist, da habe ich auch kein Problem damit. Aber vielfach ist es oft einfach Bequemlichkeit, Gewohnheit und Uninformiertheit. Ein wenig Umdenken schadet sicher nicht.

hellemannroswitha
7
21
Lesenswert?

Nicht alle...

... Können die Öffis nutzen, da der Arbeitsplatz nicht Zentral liegt, die Arbeitszeiten außerhalb des normalen Fahrplanes liegen o. ä.
Zudem ist hier auch nicht nur der PKW Verkehr, sondern eher der Schwerverkehr, der ja über Werndorf bzw. Koralmbahnausbau eher zur Bahn gelegt werden kann gefragt. Und die slowenischen und kroatischen Kunden, die zum Einkaufen kommen, werden nicht mal bei Gratis Öffis umsteigen, denn wo sollten sie in Spielfeld oder Leibniz parken? Umdenken und planen ist schon wichtig, aber die Sichtweise sollte nie einseitig sein.