Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Polit-Skandal in Gratwein-StraßengelGemeinde ließ Oppositions-Gemeinderat beschatten

Brisanter Polit-Streit in Graz-Umgebung: Über einen anonymen Brief kam auf, dass Christian Strobl, Gemeinderat der Liste "Unser Gratwein-Straßengel" auf Gemeindekosten von einem Detektivbüro verfolgt wurde. Der Vorwurf: Er soll seinen Lebensmittelpunkt nicht mehr in der Gemeinde haben und sich Bezüge erschlichen haben.

Gratwein-Straßengels SPÖ-Bürgermeister Harald Mulle ließ Gemeinderat Christian Strobl (Liste UGS) bespitzeln © Sabine Hoffmann, privat
 

"Ich mache kein Geheimnis daraus, ich habe zwei Lebensmittelpunkte", sagt Christian Strobl (Liste UGS - Unser Gratwein-Straßengel). Während er in Gratwein-Straßengel politisch aktiv ist, dort seinen Hauptwohnsitz gemeldet hat, seine Eltern, Freunde, Lokale und auch das Fitnessstudio besucht, zieht es ihn so oft wie möglich nach Lannach - wo seine Lebensgefährtin zu Hause ist. Das wäre so weit seine Privatangelegenheit, wenn Strobl nicht Gemeinderat wäre. Diese müssen, siehe auch die letzjährige Affäre um Heinz-Christian Strache, in der Gemeinde wohnen und auch dort ihren Lebensmittelpunkt haben.

Kommentare (20)
Kommentieren
t218
0
8
Lesenswert?

Überwachung der Bürger

ein absolutes No - go, erinnert an längst überwunden geglaubte NS - Zeiten

tupper10
0
4
Lesenswert?

Die Frage ist

Gehört die Überwachung der Bürger - gegebenenfalls durch externe Dienstleister wie Detekteien - zum Aufgabenumfang der Gemeinde?
Wenn ja: Benötigt der Bürgermeister, vor allem angesichts der finanziellen Deckung im Falle einer Fremdvergabe, dafür einen Gemeinderatsbeschluss?

Sir Gisbert
0
6
Lesenswert?

Überwachung der Bürger

Klare Antwort: NEIN

bundavica
3
7
Lesenswert?

Beide

sollen zurücktreten und aus.

shorty
0
7
Lesenswert?

Zu unrecht bezogen?

Stehen diesen Bezügen Leistungen gegenüber (z.B. Teilnahme an Gemeinderatssitzungen etc.)? Wenn "Ja", dann wurden sie nicht zu unrecht bezogen. Ausserdem wurde er offensichtlich gewählt. Wenn er nicht in der Gemeinde lebt, hätte er nicht auf die Wahlliste gehört.

joulrich
1
0
Lesenswert?

Es geht um den Zeitraum vor der letzten Wahl

Die Wahl um die es geht war 2015, die 50.000 setzen sich aus Bezügen in der letzten Periode 2015 - 2020 zusammen, da er als Prüfungsausschuss Obmann erhalten hat.
Jetzt ist jemand anders Prüfungsausschuss Obmann und erhält dafür monatliche Bezüge.

Weltreisender
12
1
Lesenswert?

Warum..

regt sich niemand auf, dass Hr. Strobl betrogen hat. Er hat seinen Lebensmittelpunkt in Lannach und bekommt Bezüge als GR in Gratwein-Strassengel. In Graz musste damals Hr. Miedl zurücktreten. Nur in Gratwein-Strassengel den Wohnsitz haben, jedoch nie das sein, ist auch falsch.
Ich erwarte, dass 1. der BGM den Detektiv zahlt und 2. die zu Unrecht erhaltenen Bezüge zurück zahlt.

Sir Gisbert
0
10
Lesenswert?

Fakten, Fakten, Fakten

Lieber Weltreisender.

In Österreich gilt (so hoffe ich) die Unschuldsvermutung. Also solange Herrn Strobl nicht rechtkräftig verurteilt ist, ist er kein Betrüger. Es gibt nur eine Anzeige und die ist (wenn man die Umstände kennt) fragwürdig.

Und in diesem Fall geht es nicht darum wo Herr Strobl wohnt, sondern um Bespitzelung wie in Stasi Manier. Es ist nicht die Aufgabe der Gemeinde ein GR zu beschatten.
Das ist Arbeit der Gerichte und Staatsanwälte.

Nochmal. Wenn es um einen seiner (BM Mulle) Ausschussvorsitzenden gegangen wäre, würde hier absolut nichts stehen.

Dieser BM hat es in seiner Jahrzehnte langen Alleinregierung vergessen wie man mit der Opposition umgeht. Also kurz gesagt: Es fehlt an DEMOKRATIEVERSTÄNTNIS

Das ist ein Phänomen das in der POLITIK öfter vorkommt (Siehe Lannach) wenn ein Bürgermeister oder eine Partei zu lange an der Macht sind.

LG Sir Gisbert

walter1955
1
10
Lesenswert?

hallo Bürgermeister

es wird zeit das sie ihr Amt an andere übergeben

walter1955
0
5
Lesenswert?

in zeiten wie diesen

haben die keine grössern sorgen

Sir Gisbert
0
7
Lesenswert?

Die SPÖ und die zwei Messlatten

Man Stelle sich vor es würde so eine "Anonyme Anzeige" gegen jemanden aus der SPÖ geben. Was würde passieren? Ich sage es ihnen. Genau nix. Von dieser Anzeige würde Niemand erfahren. Und wenn jetzt der BM sagt er habe von nichts gewusst gibt es genau zwei Möglichkeiten. Entweder er lügt oder er hat seine Gemeinde nicht im Griff. Beide Möglichkeiten sind nicht gerade toll Herr Mulle. Wenn man nicht mehr die alleinige Mehrheit hat sollte man es mit dem Gespräch versuchen und nicht mit Bespitzelung. LG Gisbert

ma12
1
3
Lesenswert?

HaHa

Die Blauen sagen: Spitzelpartei? WAS sind dann sie????

Toyota11000
35
56
Lesenswert?

Rote

Bande, Skandal im Kleinformat.

Kapazundo
0
9
Lesenswert?

junge Thal-Silberstein-Schule der SPÖ

Das ist die Thal Silberstein Schule, wie sie die Sozialdemokraten heute spielen. Was würden sich alte wirkliche Sozen schämen, würden sie dieses Verhalten mitbekommen. Hier will ich mich Wolfgang-Ambros anschließen, er nennt SPÖ einen "verwahrlosten-Haufen". Scheint etwas Wahres dran zu sein. Statt die politische Auseinandersetzung zu suchen, versucht man den politischen Kontrahenten persönlich zu diskreditieren. Schämt euch ihrer unsozialen und undemokratischen Volksbetrüger. keine Freundschaft

goje
37
90
Lesenswert?

Kannste dir nicht ausdenken!

Man darf es auch nicht weiterdenken. Wie arbeitet eine SPÖ, wenn ihnen jemand auf die Füße steigt? Wie agiert diese, wenn es nicht den "Aufhänger" eines fragwürdigen Hauptwohnsitzes gibt? Welche Geschütze werden dann aufgefahren? Das ganze auf Kosten der Allgemeinheit. Möchte die Allgemeinheit, dass Geld für sowas verwendet wird?

HASENADI
30
13
Lesenswert?

Wer unter euch ohne Sünde ist,

der werfe den ersten Stein! (Messias)... goje, Sie??
Nur keine künstliche Erregung! Diese fragwürdige Dummheit, auf Steuerzahlerkosten noch dazu, richtet sich von selbst. Warum der Bürgermeister und seine Partei nicht auf die Idee kommen, eine so überzeugende Kommunalpolitik im Dienste der Bevölkerung zu machen, dass sie mit absoluter Stimmenmehrheit regieren und ein vermeintliches Kuckucksei locker wegstecken könnten, sollten sich diese offenbar unterbeschäftigten Gemeindevertreter einmal ernsthaft fragen...

goje
2
51
Lesenswert?

Es ist wohl kaum einer frei von Sünde...

Nur geht dieses Schmierentheater (was jetzt ein freundlicher Ausdruck dafür ist) doch deutlich zu weit. Warum hat es die SPÖ so sehr auf Strobl abgesehen? Man kann von ihm persönlich halten was man will. Jedoch hat er, seiner Funktion wohl eher angemessen, immer den Finger in die Wunde gelegt. Wenn Opposition bedeutet, dass die herrschende Partei, in diesem Fall SPÖ, derart agiert, wundert mich eine ängstliche, enttäuschte und politikverdrossene Bevölkerung wirklich nicht mehr. Wie sollen unter diesen Vorzeichen Menschen für Politik, wenn auch nur auf Gemeindeebene, begeistert werden?

HASENADI
5
31
Lesenswert?

Berechtigte Fragen, goje,

die angeprangerte SPÖ, ein Einzelfall...? 😉

Stadtkauz
0
6
Lesenswert?

Tiefer geht's wohl nimmer

Sind dem Herrn Bürgermeister die politischen Argumente gegenüber dem Wettbewerb ausgegangen, dass er solche Maßnahmen setzt? Wo hat der sein Handwerk gelernt? Nordkorea? DDR?

Sir Gisbert
0
4
Lesenswert?

BM bespitzelt einen Gemeinderat

In dieser Gemeinde scheint es der rote BM nicht verkraftet zu haben, dass er nicht mehr allein regiert. Ich Frage mich, was wäre wenn es eine Anzeige gegen einen seiner Parteifreunde gegeben hätte. Wäre dass dann genau so abgelaufen. Ich glaube eher nicht. Wie konnte so ein Auftrag an die Detektei ohne sein Wissen gegeben werden. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er Lügt oder er hat seine Gemeinde nicht im Griff. Beides keine sehr schmeichelhaften Möglichkeiten. Oder gar beides? Um auf den oben genannten Fall zurück zu kommen, Bespitzelung ist keine Möglichkeit. Ein Gespräch und bei begründetem Verdacht eine Anzeige. Das wäre der korrekte Weg gewesen.