Wie geht's weiter mit der SPÖ?Rotes Dilemma: Ein Scheidender, eine Erfahrene, drei Neue

Für die neue Führung müssen sich die Sozialdemokraten zwischen Gemeinderatserfahrung, Landeskompetenz und Betriebsratserfahrung entscheiden.

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© Ballguide / Pajman
 

Wie geht es jetzt weiter mit der Grazer SPÖ? Wenn der derzeit amtierende Parteivorsitzende Michael Ehmann seine Ankündigung wahr macht und die Konsequenzen aus der Wahlniederlage zieht, bleibt mit Anna Robosch ein einziges SPÖ-Gemeinderatsmitglied übrig, das bereits Erfahrung in der Gemeindepolitik hat. Robosch ist vor wenigen Tagen 27 Jahre alt geworden. Alt genug, um die darnieder liegende, mit vier Mandaten zur Kleinstfraktion verkommene Traditionspartei, aus dem Staub zu heben?

Kommentare (5)
Ragnar Lodbrok
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Genau das ist das Problem - wieder einer,

der eine Seilschaft, die eine Gewerkschafter aufgebaut hat - und zu der man dann natürlich loyal sein sollte.

hutchi65
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Sollte

Michi Ehmann wirklich zurücktreten bitte nimm auch PRW mit.
Freundschaft!

stprei
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Alter

Frau Gigler, sie tun Anna Robosch unrecht, wenn Sie sie bloß auf ihr Alter reduzieren. Diese Form der Altersdiskriminierung sollte längst überwunden sein.

Isidor9
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Beton-Siegi

Ich bin nach vielen Jahren im roten Wien nach Graz zurückgekommen und verstehe die Bürger sehr gut. Was der"Beton-Siegi hier verbockt hat ist atemberaubend: eine grauenhafte Bauwut hat ja grosse Teile der Stadt zerstört . Dass die SPÖ so darniederliegt das ist das Erstaunliche, das Unerklärbare das Faszinosum.Der Erfolg der Frau Kahr nicht.

stprei
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Wien

In Wien ist das ja viel toller.

Da wird Altbau erhalten, zum Beispiel am Hauptbahnhof Wien, wo neben 12 Neubau-Hotels ein ganzer Stadteil mit Büros etc. entstanden ist, der am Abend ausgestorben ist.
Da wird billiger Wohnraum gefördert, wie zum Beispiel bei den Danube Towers für schlanke 7.000€/qm aufwärts
Da werden anchhaltige Stadtteile gefördert, wie zum Beispiel die Hitzewüste Seestadt, die mit Minibäumchen und einem Baustillstand wegen dem Lobau-Tunnel jetzt ein ungewisses Schicksal ereilt.

Nochmal: Ein Ballungszentrum hat Anziehungskraft, er hat Lebenswert, er hat Arbeit, er hat Bildung, er hat Kultur, er hat Unterhaltung. Es ist nur natürlich, dass es die Leute dort hin zieht. Das ist schon seit tausenden Jahren so, dass der Mensch die Gemeinschaft sucht und sich dort entfalten will. Und deshalb wachsen Städte. Besser man verdichtet in der Stadt und geht dort in die Höhe, als die Stadt rinnt noch weiter Richtung Leibnitz, Köflach und Ilz aus und die Stadt ersäuft dann im Verkehr. Weil irgendwoher müssen die Grazer Betriebe und Unternehmen auch ihr Personal bekommen.

Das ist kein sonderlich komplexer Zusammenhang.

Und wer eine kleine, feine Stadt will: Leoben ist wunderschön. Wers wirklich heimelig und ohne Baukräne will: Eisenerz ist ein Geheimtipp. Manchmal etwas verschlafen und mit tiefer Strukturkrise, aber wenigstens wird nicht gebaut.