Graz wählt: Die KonfrontationKommt die Bausperre? Diese Rezepte legen die Parteien vor

Beton statt Grün – der Bauboom ist heißestes Eisen im Wahlkampf. In unserer Konfrontation einigen sich Spitzenkandidaten auf Sanierungsförderung für alten Leerstand.

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Wo gerade noch eine alte Vorstadtvilla stand, thront ein Block mit einem Dutzend Wohnungen, auf Äckern wachsen Türme. Beim jüngsten Starkregen wurden Straßen zu Bächen. In der Minuszinsen-Ära suchen Investoren auch in Graz ihr Heil im Betongold. Eine Stadt, die seit 2001 bis heute von 230.000 auf 300.000 Einwohner explodiert ist, bietet dafür einen fruchtbaren Boden. Doch längst hat Graz die Verbauung, Verdichtung, Versiegelung, den Leerstand und trotzdem hohe Wohnkosten satt. Am 26. September steht die Gemeinderatswahl an. Das ist der Stoff, aus dem ein Wahlkampfschlager gemacht ist – eine der größten Baustellen der Stadtpolitik.

Kommentare (31)
stern000
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Fläwi

Hoffentlich werden die gesamten Einwendungen der Bevölkerung nochmals eingehend geprüft und nicht wieder pauschal abgeschmettert!

isogs
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Naja

Vor der letzten Wahl setzte der Bürgermeister auf mehr Mitbestimmung und mehr Volksabstimmungen. Nach der Wahl hatte er alles vergessen....

augurium
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Bauwut

in Graz ist enorm! Jede freie Fläche wird zubetoniert und zwar bis zum Straßenrand! Wie man dann beim Eingang etwas zustellen, Besucher parken oder abladen kann ist ein Rätsel. Daher wird am Gehsteig gehalten! Die Infrastruktur bleibt die gleiche. Nagl hat seit 19 Jahren dies forciert durch Baudirektion und Planungsamt. Die BAB ist willfähriger Gehilfe und offensichtlich nicht beherrschbar, ganz gleich wer zuständiger Stadtrat ist!

websn0805
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Leerstehende Wohnungen

Diejenigen die ihre Wohnungen nicht vermieten die sind nicht angewiesen auf die Einnahmen aus der Vermietung, die haben einfach ihr Kapital angelegt also werden sie wahrscheinlich eine Abgabe fürs Leerstehen auch in Kauf nehmen bevor sie Wohnung günstiger hergeben.

Hieronymus01
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Betonsigi und Asphaltmario

Eine (un)heilige Allianz

Blaumacher
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und

die Elke bringt die Jausn??

Heike N.
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Was bringt es mir eine Wohnung leer stehen zu haben?

Kann mir das jemand erklären?
Ich hab laufende Kosten, die nicht der Mieter sondern ich zahlen müsste und einen Wertverlust aufgrund Bewohnens gibt es nicht.

WASGIBTSNEUES
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Verlustabschreibung

und Spekulationsgewinn.

melahide
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Meinst?

Es gibt Wohnungen in Graz, je nach Lage und nach Garten, die enorm an Wert gestiegen sind. Teilweise um 40 % in den letzten 5 Jahren. Wenn man da reinschreibt „Erstbezug“, können sie noch mal 10 % draufschlagen. Das bekommen sie mit einem Mieter nie herein… und die BK Kosten haben sie mehr als wieder eingenommen!

Heike N.
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Ich als Milchmädchen rechne da anders

Nehmen wir mal eine Wohnung die vor 5 Jahren 200.000,-- Euro gekostet hat.
Mit den 40% Erhöhung komme ich jetzt auf einen Wert von 280.000, die 10% Aufschlag wären dann 28.000 Euro.

Für eine Wohnung dieser finanziellen Größenordnung nehm ich im Monat ca. 600€ ohne Betriebskosten ein, sind im Jahr 7.200, auf 5 Jahre gerechnet 36.000 Euro.

Zusätzlich kommen noch ca. 200 € Betriebskosten monatlich dazu, sind auf 5 Jahre gerechnet 12.000€, die dann ich selbst und nicht der Mieter zahlen muss.

Dann stehen nach meiner Rechnung 48.000€ 28.000 € gegenüber, jetzt nur mal grob über den Daumen gepeilt.

Also ein klarer Verlust für den Eigentümer

LuisGolf
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Frau Superschlau

Was ist mit den € 80.000.- aus der 40%igen Erhöhung? Die vergessen wir? Wohl keine Milchmädchenrechnung.

melahide
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@Heike

Ja, als Milchmädchenrechnung bin ich da bei ihnen. ABER: Vermietung und Verpachtung ist eine der 7 Einkommensarten die steuerpflichtig ist. Also die 600 Euro monatlich, die sie für die Wohnung erhalten dürfen sie versteuern. Haben Sie noch eine Einkommen aus Erwerbsarbeit sind wir da bald bei 42 %. Vermieten Sie ihre Wohnung 5 Jahre haben sie vielleicht auch noch diverse Abnützungen die sie vor einem Verkauf auch noch sanieren müssen. Ist ja mit der Miete abgedeckt!

Heike N.
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Das ist schon richtig

Beim Verkauf hab ich aber 30% Immoertragssteuer.

Ich glaube ja eher, dass hier ein Märchen aufgetischt wird. Nicht die Eigentümer wollen nicht vermieten, es gibt einfach schon zu viel Wohnungen, die Nachfrage ist nicht vorhanden.

Ich hatte meine Wohnung 3 Monate auf Willhaben, diese ist in guter Innenstadtlage, Kategorie A, gute Raumaufteilung, mit Balkon und Uhrturmblick und einer Miete von Netto 8€./m2.
Jetzt wohnen Studenten drinnen.

Und ich denke mir, wenn ich richtig Geld in Immobilien anlegen will, dann geh ich eher auf Häuser, da hab ich das Grundstück auch noch wenn das Haus längst unbewohnbar ist.

Pelikan22
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Das stimmt sicher!

Wenn sie also jährlich "Verlust" erleiden, dann darf ich mich schon fragen, warum sie das überhaupt machen. Sind sie beim Samariterbund? Oder doch vielleicht bei der Caritas. Sie könnten aber diese Wohnungen auch Asylanten kostenlos zur Verfügung stellen. Ich will sie nicht einen Pharisäer nennen, denn eher geht ein Kamel ... Sie wissen schon!

Heike N.
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Sinnerfassend lesen

Wenn Sie es nochmal langsam lesen, können Sie vielleicht dem Geschriebenen entnehmen, dass ich es nicht verstehe, wenn die Wohnung leer steht, weil es meiner Meinung nach ein Verlust für den Eigentümer ist.

Und sparen Sie sich die persönlichen Beleidigungen hier, sonst muss ich sie auffordern diese mir persönlich ins Gesicht zu sagen

Pelikan22
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Was ist da eine Beleidigung?

Ich nenne sie nicht einen Pharisäer, hab ich geschrieben, Also wenn ich sie so nicht bezeichne, ist das doch keine Beleidigung. Ich reg mich auch nicht auf, wenn sie mich auffordern "langsam" zu lesen. Ich bin also etwas schwer von Begriff. Aber das macht doch nichts. Dafür bin ich vielleicht etwas gewissenhafter.

lilith73
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Sozialer Wohnbau

Wenn man sich so ansieht was gebaut wird, was am Markt angeboten wird, stellt sich mir die Frage, weshalb wird so viel zugepflastert wenn über 3000 Wohnungen angeboten werden. Als privater Vermieter kann ich nur dazu sagen, ein Mehrfamilienhaus das bereits seit 50 Jahren existiert, und dessen Wohnungen auch am Markt angeboten werden, bzw auch vermietet sind, mit einer Strafzahlung zu belegen weil es gelegentlich Leerstand gibt, ist Existenzvernichtend.

Im Gegenzug werden Betonblocks massenhaft gebaut, obwohl es Leerstand genügend gibt. In dieser Sache sollte differenziert werden.

Vermieter sind rechtlich gegen Mieter die sich nicht an Regeln halten, bzw nicht zahlen oder das Eigentum beschädigen, schlecht vertreten. Aus dem Grund ist größere Auswahlsorgfalt geboten.

hoerndl
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Auch wenn es ein alter Hut ist,

aber der Park vor dem StyriaMedia Center ist ein tolles Beispiel wie es so laufen kann

gickigacki
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so alt

ist der hut noch gar nicht 🙃

hoerndl
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Aber die Sache ist vergessen,

Und eigentlich müssten mutige Journalisten diese Geschichte mal pointiert zusammenfassen. Hier ist halt das Hemd auch näher als Rock....

melahide
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Ähnlich

wie in Berlin würde ich mir schon einen „Mietpreisdeckel“ wünschen plus Leerstandsabgabe. Jene Wohnungen die es jetzt schon gibt sollen mal bewohnt werden.

calcit
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Nur ist dieses Experiment in Berlin kläglich gescheitert...

...erstens wurden die Wohnungen nicht billiger und es gibt auch nicht mehr Wohnungen am Markt... das können sie gerne in der Süddeutschen Zeitung oder In Die Zeit nachlesen. Im übrigen ist der Wohnbau und die Immobiliensituation in Berlin bzw. in Deutschland in keinster Weise mit Österreich vergleichbar...

calcit
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Und dieses Gefassel von Leerstand...

...bis dato konnte mir keiner eine Definition dafür liefern: Was ist das? Wie lange darf ein Leerstand überhaupt dauern? Die zuverlässigsten Schätzung von Leerstand gehen über den Stromverbrauch und da liegen die Zahlen laut Energie Graz und Energie Steiermark bei rund 2850 Wohnungen (Bericht lt. Kleine Zeitung) und da stellt sich nun auch die Frage warum diese leerstehen (weil nicht vermietbar auf Grund des Zustandes, weil gerade in der Sanierung bzw. wartet auf eine Sanierung, ungeklärte Eigentumsverhältnisse wie Erbschaft, Konkurs, etc...) Da kostet doch eine Leerstandserhebung und Einhebung einer Leerstandabgabe mehr als sie bringt. Ein lächerliches Politikum...

calcit
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Apropos Berlin...

...Mietpreisdeckel, was vollkommen in die Hose gegangen ist. Es sind kaum mehr Wohnungen vorhanden und auch keine billigeren. Z.B. hier nachzulesen: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mietendeckel-berlin-kritik-1.5213102

SoundofThunder
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Die Stadt als verlässlicher Mieter?

Selten so gelacht.Denen trau ich nicht. Was die von Verträgen halten wissen wir.

Pelikan22
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Wem vertrauen sie dann?

Dem Herrn Kickl oder der Tante Amalia?

 
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