Trinkwasser kanisterweise holen fahren, für die Toilettenspülung oder fürs Waschen Regenwasser in der Tonne sammeln: Dass kein Leitungswasser aus dem Hahn kommt, das kennt man vielleicht von abgelegenen Berghütten oder aus Dritte-Welt-Ländern. Dass es so etwas im Grazer Stadtgebiet noch gibt, wissen wohl die wenigsten.
Petra Höllhuemer und auch ihre Nachbarin Elisabeth Klementschitz, zu Hause in der Stiftingtalstraße, ganz draußen am Stadtrand, kennen das Problem nur allzu gut. Die Doppelhäuser haben einen eigenen Brunnen, doch in Zeiten, in denen das Grundwasser immer weiter zurückgeht, liegen sie immer wieder tagelang auf dem Trockenen. "Unser Trinkwasser müssen wir dann im Kanister vom Schwiegervater aus St. Peter abholen, Duschen geht auch nicht – es ist mühsam."