Nach wie vor sind die Grazer Freiheitlichen und ihre geschäftsführende Obfrau Claudia Schönbacher mit dem Skandal um veruntreute Klubfördermittel aus der Ära ihrer Vorgänger an der Parteispitze beschäftigt. Aber auch intern kommen die Blauen nicht zur Ruhe. Nun ist durchgesickert, dass sich die Stadtpartei von ihrer Geschäftsführerin Hedwig Staller „einvernehmlich getrennt“ hat.
Pikant: Staller war letzten Herbst als Gegenkandidatin von Schönbacher ums Amt der neuen Parteichefin in den Ring gestiegen. Sie hat nur knapp den Kürzeren gezogen. Trotzdem blieb sie danach – doch überraschend – Parteigeschäftsführerin. Jetzt dürfte sie nicht ganz freiwillig gegangen sein. Es wird schon ein Nachfolger gesucht.
Vertrauensverlust: Geschäftsführerin soll Mitgliederdaten weitergegeben haben
Aus der Stadtpartei hört man von Reibereien und Vertrauensverlust. Staller habe Daten von Parteimitgliedern ohne deren Einverständnis weitergegeben. Sie war für die Kleine Zeitung nicht erreichbar. Schönbacher wollte die Personalie am Mittwoch nicht kommentieren.
Neuer Zündstoff jedenfalls, bevor sie am 18. März beim Parteitag auch offiziell zur Obfrau gekürt werden soll. Intern rechnet man auf allen Seiten jedenfalls mit Gegenkandidaten.