Grazer StadtpolitikHeftige Reaktionen auf Kahrs Tito-Sager

ÖVP, FPÖ und NEOS reagieren auf Kahr "Huldigung" des früheren Staatsmannes Tito. Sie fordern eine sofortige Entschuldigung.

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Elke Kahr ist scharfer Kritik ausgesetzt
Elke Kahr ist scharfer Kritik ausgesetzt © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Elke Kahr habe "Tito sehr geliebt" - diese Passage eines Berichts in der kroatischen Tageszeitung Jutarnji List (wir berichteten) löst nun heftige Proteste aus. Jetzt weht der Grazer KPÖ-Chefin und Wahlsiegerin ein Sturm der Kritik entgegen. „Ich erwarte mir von Elke Kahr und der KPÖ eine klare Stellungnahme und Distanzierung“, sagt ÖVP-Stadtrat Kurt Hohensinner. Solche Aussagen seien „schwerer Ballast für jede Person, die Bürgermeister der Menschenrechtsstadt Graz werden möchte.“

Kommentare (53)
Zwiepack
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Herr Sittinger soll ins Archiv schauen - am 5. Mai 1980 hat die "Kleine"

wesentlich differenzierter über Tito berichtet. Wird wohl nicht nur Pietät gewesen sein!

Styrian007
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Menschenrechtsstadt

Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der sonst so menschenrechtsbewegten Frau Robosch und Frau Schwentner.
Es ist nur traurig, dass man aufgrund taktischer machtpolitischer Spielchen jetzt einfach nur ganz laut schweigt…

autobahn1
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künstliche

Aufregung,wer hat sich jemals beschwert als VDUler und später auch FPÖler
die Nazizeit in manchen Belangen gelobt haben,nehmt doch endlich zur Kenntnis das der Wähler entschieden hat, Graz hat eine Bgm. welche von der kommunistischen Partei kommt,basta!

Pragmatikus
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Die Grazer

haben bekommen, was sie gewählt haben, kommunistische Tito-Verehrer

GustavoGans
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Es liegt trotz allem die Schuld nicht beim Wähler

Der Wähler hat ja die KPÖ nicht wegen abstruser Gedanken von Frau Kahr gewählt, sondern, weil man eine sozialere Politik haben will.
Diese Politik hat die KPÖ halt vorgelebt.
Und die Medien haben halt nie ein schlechtes Bild von der KPÖ gebracht. Und wenn die Medien nur die guten Seiten der KPÖ bringt, woher soll der Bürger dann wissen, wie die KPÖ zum Teil denkt. Kein Wähler liest sich ein Parteiprogramm durch. Man wählt die Partei, die in der Vergangenheit aus Sicht des Wähler die beste Arbeit gemacht hat
Würden die anderen Parteien sich um die sozialen Probleme der Grazer Bürger adäquat kümmern, wäre die KPÖ in Graz so wie in den anderen Teilen im Land bei 0,xx Prozentpunkte.

Eines ist aber klar. Wer an Tito irgendwo gute Seiten erkennt, der darf auf keinen Fall Bürgermeister werden.

beneathome
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UPS

da haben einige die Kommunisten unterschätzt. Jetzt hama den Salat.

Metis
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Erst kommunistisch wählen…

… und dann wundern, dass die Kommunisten tatsächlich kommunistisches Gedankengut haben ???

FBH
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Gratulation an alle Grazer

die durch ihre Abwesenheit bei der Wahl so ein Wahlergebnis erst ermöglicht haben. Auch als Nicht Grazer schäme ich mich als Steirer für diese „Glanzleistung“.

Zuckerpuppe2000
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Was Kahr von sich gibt

ist ziemlich deftig! Hat sie sich den Kopf gestoßen, oder wie kommt man auf so eine dämliche Aussage!?

GustavoGans
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Schlimm ist es geworden

Glaubt man, einmal die richtige Partei gewählt zu haben, stellt sich meistens nach kurzer Zeit raus, dass man als Wähler wieder mal daneben gelegen ist.
Da darf es einen nicht wundern, wenn keiner mehr wählen gehen will.

Jelineck
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Gratuliere, Graz

Bitte aufwachen!

Pelikan22
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Mit Krimsekt anstoßen!

Nastrowje!

herwig67
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Kahr nicht vertretbar

Kahr hat sich soeben selbst als Bürgermeisterin disqualifiziert. Leider zeigt sie erst jetzt ihr wahres Gesicht, sonst wäre die Wahl wohl anders ausgegangen.

AlexandraPongratz
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😂😂😂😂

Kommunisten???? Haben Sie nie Geschichtsunterricht gehabt???

hansi01
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Egal was Frau Kahr gesagt hat

Es nur traurig welche Politiker wir im In- und Ausland haben. In einem Schweine Stall stinkt es weniger

Brudervagabund
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Hass macht blind

Die Rolle Titos auf die unmittelbare Nachkriegszeit zu reduzieren, zeugt von wenig Geschichtsverständnis. Sein Bemühen um internationale Entspannung und vor allem seine Rolle in der Bewegung der Blockfreien brachtem ihm weltweite Anerkennung.

Wie sonst wäre es erklärbar, das an seinem Begräbnis Vertreter aus 127 Staaten teilgenommen haben. Nur einige Beispiele: Prinz Philip, Margret Thatcher, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher, Indira Gandhi, Rudolf Kirchschläger, Bruno Kreisky, König Olav V., von Norwegen, König Carl XVI. von Schweden, König Baudouin von Belgien, US-Vizepräsident Walter Mondale, UNO-Generalrekretär Kurt Waldheim. Sollen sie nur gekommen sein, um einem "Massenmörder" die letzte Ehre zu erweisen?

Tito war es auch, der sich 1948 Stalin widersetzte. Nicht von ungefähr genießt er noch heute bei vielen Menschen im ehemaligen Jugoslawien hohes Ansehen.

Hass auf die KPÖ und auf Wahlgewinnerin Elke Kahr verhindert einen klaren Blick auf die ganze Person Josip Broz - Tito. Ich fürchte, dass sich kaum jemand von jenen Personen, die sich heute so empört zeigten, jemals ernsthaft mit Tito auseiandersetzten. Wer dies noch nachholen möchte, dem empfehle ich die Tito-Biografie von Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Universität München.

HannesK
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Irregleitete gehässige Wahlverlierer

Ich wiederhole obigen Poster, damit die gehässigen Ansichten gehässiger und irregleiteter enttäuschter und auf Rache sinnender Grazer Politiker relativiert werden:

Tito war es auch, der sich 1948 Stalin widersetzte. Nicht von ungefähr genießt er noch heute bei vielen Menschen im ehemaligen Jugoslawien hohes Ansehen.

Hass auf die KPÖ und auf Wahlgewinnerin Elke Kahr verhindert einen klaren Blick auf die ganze Person Josip Broz - Tito. Ich fürchte, dass sich kaum jemand von jenen Personen, die sich heute so empört zeigten, jemals ernsthaft mit Tito auseinandersetzten.
(Mein Nachsatz: Ältere erinnern sich sehr wohl, dass Tito ungeachtet seiner Machtüberschreitungen in Europa ein hochgeschätzter Autokrat war....)

Pelikan22
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Da empfehle ich ihnen ein anderes Buch:

Mein Leben als Titos Adjudant! von Ivan Miskovic - Pula!

marcneum
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@Bruderv

Um Gottes Willen!!! Noch so gute Taten und Politik, sowie Promis auf seinem Begräbnis können und dürfen nicht über die Gräuel und die zahllosen Toten hinweg täuschen!
Ich verstehe, wenn sich einige/viele über Nagl als Bürgermeister einer Stadt der Menschenrechte beschwert haben, aber Kahr ist in so einer Position untragbar!

Es ist kein Hass auf ihre Person, aber ein Hass auf totalitäre Regime, egal in/aus welcher politischen Ecke!

andrea84
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Geschichtsverständnis

Hunderttausende Ermordete zu akzeptieren, wenn danach auch positive Handlungen gesetzt wurden ist nicht mein Geschichtsverständnis!

Brudervagabund
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Quelle?

Könnten Sie bitte die Quelle nennen, woher Sie diese Zahl haben?

Hildegard11
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Wie kann frau nur so einen....

...Schwachsinn absetzen. Napoleon war wohl auch gut, weil er Zivilgesetze geschaffen hat, auf der anderen Seite aber ein großer Kriegsverbrecher war.

andrea84
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Tito als Vorbild

Das Herr Tito für Frau Kahr das Vorbild ist sagt sehr viel über ihre Gesinnung.
Allein 1945 nach Kriegsende wurden von Titos Leuten allein in Slowenien ca. 200.000 Menschen ermordet, zum überwiegenden Teil Zivilisten.
So einen Menschen als Vorbild zu haben disqualifiziert Frau Kahr von jeglichen politischen Funktionen.

Zwiepack
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Mit Ustaschen, Tschetniks und Nazi - Kollaboratueren war kein Staat zu machen

kein sozialistischer, aber ein demokratischer erst Recht nicht!

Davon abgesehen, Slowenien hat ca. 2 Mio. Einwohner, wollen Sie uns sagen, dass jeder 10. Slowene ermordet wurde?

Vielgut1000
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Die KPÖ muss lernen, auch Kritik zu ertragen.

Die Kritik an der Aussage von Frau Kahr ist leider berechtigt.

Baldur1981
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lachhaft

Anscheinend verkraftet es die Kleine nicht, dass der liebe Sigi verloren hat. Jaja, das Ach so böse Jugoslawien, das das beliebteste Urlaubsland der Österreicher war. Die ÖVP mit ihrer Dollfuss-Liebe und die FPÖ mit ihrer Huldigung für ganz andere Regime lassen wir natürlich weg. Man muss echt lachen. Wie oft war Kurz in China auf Wirtschaftsreise?

 
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