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Notbremse im Grazer UmlandHart bei Graz verhängt eine Bausperre gegen den Siedlungsdruck

Rund 340 neue Wohnungen sind in Hart im Bau oder geplant. Nun wurde im Gemeinderat eine „Sperre“ für künftige Projekte beschlossen.

Der Siedlungsdruck gefährdet in Hart schon die örtliche Identität.
Der Siedlungsdruck gefährdet in Hart schon die örtliche Identität. © KK
 

Rund 4500 Einwohnerinnen und Einwohner hatte Hart am 1. Jänner 2015. Fünf Jahre später sind es 5300, Tendenz stark steigend. Denn in der Gemeinde im Osten von Graz wird derzeit an elf Bauprojekten (mit fünf bis 40 Wohnungen) gearbeitet, weitere vier Projekte (mit 19 bis 32 Wohneinheiten) stehen vor der Einreichung. In Summe sind dies 339 Wohnungen mit Platz für etwa 750 Personen.

Kommentare (3)
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Hausverstand
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Bausperre auch für Graz!

Endlich drückt eine Gemeinde im Umland die Stopptaste, um die Bauwut einzudämmen. So ein Schritt wäre auch für Graz sinnvoll, hier ist die Bautätigkeit noch viel stärker - obwohl der Bevölkerungszuwachs abnimmt. Wie man am Beispiel Hart sieht, zieht es immer mehr Leute ins Umland, wo Mieten und Grundstückspreise günstiger sind. Aber auswärtige Investoren entdecken zunehmend Graz als guten Boden für Immobilienanlagen - ob die Wohnungen nachher auch (ständig) vermietet werden ist zweitrangig. Die Rathauskoalition und die Stadtplanung schauen diesem Treiben nur zu oder fördern es sogar durch ihr investorenfreundliches Agieren. Daher wäre es auch hier höchste Zeit für einen befristeten Baustopp, v.a. für Anlegerwohnungen.

stprei
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Verdrängung

Die Bausperre ist nur für einen kleine Teil des Gemeindegebiets und verschärft so nur den Druck auf die anderen Teile und die Nachbargemeinden. Ob das im Sinne aller Gemeindebürger ist, weiß ich nicht.

Und die Kategorie "Anlegerwohnung" ist eine steuerliche, keine architektonische, deswegen kann man das nicht verbieten.

MoritzderKater
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Es lebe der Bürgermeister Jakob Frey !!!

Endlich ein Verantwortlicher, der mitdenkt und den bereits angesiedelten Bürgern Hilft, dass ihre Ortschaft eine erkennbar bleibende ist.

Im Gegensatz zur Hart bei Graz, wird der Wille der Grazer Bevölkerung nicht nur NICHT gehört, sondern ganz im Gegenteil, es wird jeder mögliche - wie unmögliche - Grünfleck zubetoniert. Manchmal hat man das Gefühl, der Bürgermeister will sich ein Denkmal setzen mit dem Slogan *Graz die schönste Betonstadt Österreichs*
Das Weltkulturerbe der UNESCO will er verschenken.