GrazAktivisten protestierten mit einem Pop-up-Radweg für mehr Platz

Durch die Sanierung des Edegger-Stegs ist der ohnehin schmale Radweg am Lendkai noch einmal geschrumpft. Aktivisten von "Move It" fordern "PlatzFairTeilung im Verkehr".

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Move It
Aktivisten von Move It forden eine faire Platzverteilung im Straßenraum © Gerald Winter-Pölsler
 

1,67 Meter bleiben über, auf denen Radfahrer in beide Richtungen und Fußgänger sicher aneinander vorbeikommen sollen. Zu wenig, befinden Aktivisten der Mobilitätsplattform Move It. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass am Lendkai auf Höhe Erich-Edegger-Steg daneben zwei Pkw-Spuren als Einbahn geführt werden.

Kommentare (3)
stprei
5
10
Lesenswert?

Angepasst

Wenn man angepasst fährt, ist auch die Engstelle kein Problem.
Und die Aktion zeigt wieder einmal, dass es eigentlich nur darauf ankommt, maximale Behinderungen zu erzeugen, der Lendkai als eine der Hauptadern durch die Stadt ist in der Früh durch die Vorrangschaltung für Bims ohnehin lahmgelegt.
Man muss halt auch zur Kenntnis nehmen, dass Bauarbeiten stattfinden und Platz brauchen. Das trifft alle gleichermaßen, ob Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer oder Anrainer. Dafür kommt danach ein top sanierter Steg, der wieder die Querverbindung schafft und für Radler eine eigene Spur hat.

fb5cb0b8c66b102db9337f66a94f6e13
5
5
Lesenswert?

Nein, lieber Stprei

Es geht nicht darum, maximale Behinderungen zu verursachen, sondern darum, dass wir eine gerechte Verteilung der Verkehrsflächen fordern. Warum eine derartige Engestelle, wenn sich das durch einen provisorischen Radweg auf Kosten einer Fahrspur besser lösen ließe? Warum immer den Autoverkehr platzmäßig bevorzugen? Damit Menschen mit SUV durch die Altstadt brettern können? Der Radweg ist dort auch im Normalzustand nicht allzu breit. Aber was derzeit dort passiert, ist auch gefährlich. Die RVS schreibt nämlich eine Mindestbreite von 2,50 Metern (bei Baustellen sogar 2,75 Metern) vor. Letzendlich muss die Stadt aber zeigen, dass sie es mit der "Radoffensive" ernst meint. Radwege auf Hauptrouten müssen mindestens 4 Meter breit sein. Und wenn das dann eine Fahr- oder Parksupr kostet, dann ist das eben so. Die Zeiten der autogerechten Stadtplanung müssen endlich überwunden werden!

homerjsimpson
6
5
Lesenswert?

Bin gespannt wie toll die neue Kreuzung am Steg dort wird.

Bislang war die Führung Radweg/Gehweg Kreuzung Steg eine Katastrophe, viel zu wenig Platz (auch ohne Baustelle), verständlicherweise mussten Fußgänger und Radfahrer regelmäßig den Radweg blockieren um auf Grün an der Ampel zu warten. Dafür aber 2 Auto-Spuren, die zwar zu Stoßzeiten voll sind, sonst aber nicht gebraucht werden und somit nicht notwendig sind. Noch dazu, will man ja ohnehin den Autoverkehr von dem Bereich (inkl Lendplatz) wegbringen, also wäre jedenfalls die 2. Spur zu entfernen, ob für Radfahrer oder "nur" die Fußgänger ist da egal, keine Frage des Radverkehrs sondern der Vernunft und der Lebensqualität.