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AndritzbachGrazer erobern Schutzgebiet zum Teil zurück

Neue Radfahrbrücke, 200 Bäume, Touren durchs Schutzgebiet und: Die Andritzbachmündung gehört wieder den Grazern.

Wolfgang Windisch bei der Eröffnnug des Vogelschutzgebietes vor zwei Jahren
Wolfgang Windisch bei der Eröffnnug des Vogelschutzgebietes vor zwei Jahren © Preis
 

"Es wurde alles versucht, um die Menschen fernzuhalten, aber das Areal war von Anfang an zu attraktiv.“ Der Grazer Naturschutzbeauftragte Wolfgang Windisch gibt zu: „Wir haben Disteln und Dornengewächse gepflanzt, alles ohne Erfolg. Die Leute grillen, zelten und baden an der Mur. Einen Zaun zu errichten und eine Aussichtsplattform, das hat jetzt keinen Sinn mehr an dieser Stelle.“

Kommentare (6)

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Grimling
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Im Norden hui - im Süden pfui

Man gestaltet ein wunderbares Fleckerl Natur - für Vögel! - und wundert sich, dass es von so vielen Menschen genutzt wird. Warum wurde der Kraftwerksbau nicht genutzt um auch südlich des Kraftwerkes einen naturnahen Zugang zur Mur zu gestalten? Flache Zugänge und Buhnen waren durch die Bauarbeiten eigentlich schon vorhanden, die Mur wurde jedoch wieder durch meterhohe, steile Steinböschungen zu einem Kanal rückgebaut.

stprei
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Da

Das gibt es ja:
Bei der Auwiese kann man direkt an die Mur, sogar mit Grillplatz, Bucht und eigenem Hundebadeteich. Und vor der Autobahn hat man die Steganlage (ich kann es nicht besser benennen), da ist man direkt an der Mur. Und soweit ich mich erinnern kann, entsteht auch bei der Puntigamerbrücke wieder ein Biotop-Park. Aber das ist keine Freifläche wie etwa die Augartenbucht. Und zwischen Augarten und Kraftwerk kommt auch noch etwas.

Interessant ist, dass man massiv gegen die Augartenbucht wettert, die ach so schlecht ist und Bäume kostet, aber im Norden im Naturschutzgebiet, da wird fröhlich gefeiert und die Fläche genutzt und es gibt keine einzige kritische Stimme.

Hier wird eindeutig aus politischem Kalkül mit zweierlei Maß gemessen.

Grimling
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Leider

Gibt es keine einzige Buhne im Süden. Drei solche hintereinander und die Natur würde den Rest alleine machen. Auwiese finde ich nett, aber das drumherum nicht so. Hat nicht so viel mit Natur zu tun.

nasowasaberauch
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Weil direkt neben der Autobahn ein Naherholungsbereich eingerichtet wird

ist alles andere egal? Sonst wird politisch motiviert diskutiert?
Wer politisiert hier gerade?

Fakt ist, dass in Graz der Grossteil der Mur nicht zugänglich ist.

Vergleichen sie mal die Situation mit der Neuen Donau in Wien.
Da ist es ehrlich herzig, wie ein paar Insellösungen in Graz als großer Fortschritt verkauft werden...

stprei
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Unterschied

Der Wasserspiegel der Mur liegt einiges tiefer als der Rest der Stadt und die Regulierung lässt sich nicht ändern. Mit der Murpromenade besteht ein direkter Zugang zum Wasser, die Auwiesen, die Augartenbucht, die Bucht bei der Seifenfabrik und auch die Zugänge weiter im Norden gibt es auch. Und ja, was das Thema Zugang zum Wasser angeht, sieht man ja die Fortschritte und wie gerne das angenommen wird.

Die Donau ist aber ein etwas anderes Kaliber als die Mur, gerade was Fließgeschwindigkeit und Größe angehen. Und die Neue Donau ist ein in den 1970ern künstlich angelegtes Gewässer, das in seiner Dimensionierung sowohl für die Stadt als auch für die Mur selbst nicht umsetzbar ist. Abgesehen davon, dass ein derartiges Vorhaben heutzutage wohl am UVP-Verfahren scheitern würde. Nicht zu denken an das Pahö, wenn man für den Zugang zum Wasser Bäume fällen würde.

Gungl
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Verbreitung von invasiven gebietsfremden Pflanzen

Leider werden der Sommerflieder und die Goldrute in diesem Mündungsgebiet des Andritzbaches nicht entfernt. Diese Pflanzen werden sogar ausgemäht und dadurch bei der Vermehrung unterstützt. Mangels natürlicher Feinde und fehlender Konkurrenz breiten sich solche invasiven Arten oft explosionsartig aus. Infos unter: www.neobiota.steiermark.at