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VerkehrswendeDie Corona-Krise bringt das Rad in Graz auf die Überholspur

Aus Sorge vor überfüllten Öffis und vor dem totalen Verkehrsinfarkt geben viele europäischen Städte Radlern und Fußgängern nun Vorrang. Und was tut Graz? Auftakt zur Serie "Die bewegte Stadt".

Radfahren Graz
Mehr Platz für Radfahrer: Bürgermeister Siegfried Nagl kündigt neue Aktionen an © Jürgen Fuchs
 

Die Verkehrswende erfasst Europas Städte. Berlin diskutiert die Sperre von Nebenstraßen für Autos und hat mit Pop-up-Radwegen auf verkehrsreichen Hauptstraßen Schlagzeilen bis zur Washington Post gemacht. Brüssel hat die Innenstadt in eine Begegnungszone verwandelt, in der Fußgänger und Radler Vorrang haben. Paris nimmt Millionen in die Hand, um Bürger zum Umstieg aufs Rad zu ermuntern. Mailand, London, Straßburg – die Liste ließe sich nahezu beliebig verlängern.

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jojo81
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Schüler

Es werden ab 18.5. vermehrt Schulkinder mit dem Rad unterwegs sein (um die Öffis zu meiden)...

Bitte gut aufpassen, liebe Autofahrer :)

steinmhe
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Der nächste Virus kommt bestimmt

Die Ausweitung des Radverkehrs ist eine Maßnahme zum Klimaschutz und zur Verhinderung der Ausbreitung von Viren. Aber diese Maßnahme darf nicht allein gesehen werden. Es ist ein umfassendes Maßnahmenpaket zu entwerfen, welches sowohl die Anforderungen des Klimaschutzes als auch die Anforderung der Vermeidung der Verbreitung von Viren erfüllt. Und das ist nicht leicht, da viele Maßnahmen nur einer und nicht beiden Anforderungen genügt (Beispiel Autoverkehr!).

melahide
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Wir

sind in Graz e in einem Dorf. Zumindest die innere Stadt könnte man autofrei machen. Rad und Öffis. Da kann man gerne nach Kopenhagen schauen, da funktioniert auch viel. Ich versteh es zumindest nicht, warum so viele Menschen in ihren Stinkern stundenlang im Stau stehen ...

Strassenbahnausbau
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Das Auto ist halt...

....nach wie vor das schnellste und bequemste Fortbewegungsmittel in Graz. Und das liegt vor allem an politischen Entscheidungen aus der Vergangenheit, die nie zurückgenommen wurden und letztlich auf Kosten aller anderen gehen.

siral1000
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Radverkehr

gehört vervielfacht!

LaoQui
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Radwege. Die Politik spürt das auch?

Wenn etwas bei unserer derzeitigen Stadtregierung total fehlt, dann ist es Gespür. Dieses fehlt vor allem bei der Bereitschaft, auf die Bürger zu hören, auf sie einzugehen, sie mitbestimmen zu lassen. Ganz egal, ob Radwege statt Autospuren, mehr Grün statt Beton, mehr Bäume statt Autos, mehr Parks statt Parkplätze, mehr Miteinander statt Bevormundung von oben.
Dass Nagl & Co. jetzt den Ball auch auf Elke Kahr weiter gaberln, passt wunderbar dazu; dass sie die Stadträtin gleichzeitig von wichtigen Verkehrsfragen, wie den Straßenbahnplanungen, ausklammern wird, ebenso.
Aber auch an Frau Kahr geht mein Appell: Begegnungszonen ersetzen keine Fußgängerzonen. Die Griesgasse und der Andritzer Hauptplatz können ruhig auf Autos verzichten.

Strassenbahnausbau
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Richtig!

Begegnungszonen sind letzlich ein fauler Kompromiss, wenn der Mut für eine Fußgängerzone fehlt. Im Endeffekt fahren dort ja nicht weniger Autos als vorher und die Fußgäner werden weiterhin an den Rand gedrängt. In Wien gibts da viele Beispiele, etwa die neu gestaltete Rotenturmstraße oder die beiden BeZo-Abschnitte der Mariahilferstraße. Griesgasse, Kaiserfeldgasse und obere ("kleine") Neutorgasse wären als Fußgängerzonen prädestiniert.

ber
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Pop-up-Radweg

Vorschlag für das Unwort des Monats. Und man bleibt die Erklärung schuldig, was das überhaupt sein soll. Auch in der gedruckten Fassung.

Ob jetzt der Fahrradweg plötzlich aus dem Boden schießt oder lange geplant ist, spielt keine Rolle. Sie müssen so angelegt sein, dass es auch sicherer ist, den Fahrradweg anstatt der Fahrbahn zu benützen. Das ist bei sehr vielen Radwegen in Graz nicht der Fall und deshalb fahre ich mit dem Fahrrad lieber auf der Straße.

Strassenbahnausbau
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Ein Pop-Up-Radweg

...ist ein provisorisch errichteter Radweg. Am einfachsten ist es, einfach eine Autospur durch Poller oder ähnliches abzutrennen und für den Radverkehr zu reservieren. In Graz gab es das bereits einmal, und zwar in der Wickenburggasse. Dort wurde vor dem Umbau das Ganze mit einem Provisorium getestet. Im Prinzip war das genau ein solcher Pop-Up-Radweg.

wiesengasse10
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Auch ich fahre lieber (zumindest streckenweise) auf der Straße...

Den Grund für ihr bevorzugen der Straße kenne ich nicht, meinen Grund kann ich gerne erläutern, denn auf den ersten Blick mag unser beiden Verhalten für manche Leser eigentlich widersinnig sein. Ich bemerke beim Benutzen der Straße grundsätzlich (mit wenigen Ausnahmen) ein sehr rücksichtsvolles begegnen mit Autofahrern, dies ist auf Radwegen generell überhaupt nicht so. Hier herrschen teilweise unter den Radfahrern anarchische Verhältnisse, Rücksichtslosigkeiten durch drängelnde, mit überhöhten Geschwindigkeiten dahinrasende Radfahrer. Ellbogentechnik teilweise, reinschneiden, gerade auf jemanden zufahren, im letzten Moment ausweichen und dergleichen. Dazu kommen Fehlverhalten von Rollerfahrern, Fußgänger mit Kinderwagen, Jogger, Hundebesitzer und so weiter. Auf gewissen Radwegen der Stadt Graz herrscht totale Willkür, und da will ich nicht dabei sein , das ist mir oft zu gefährlich ! Warum wirkt niemand auf diese "Rüpel" auf den Radwegen ein ? Das wär mal ein Auftrag an die Radfahrlobbys der Stadt, aber die schauen da weg und schweigen dazu !