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Rathaus internNach Aus für Kopfwerbe-Verbot: Wirbel um Polit-Inserat

Ein Inserat, drei ÖVP-Politiker im Bild und eine harsche Kritik der KPÖ.

Die städtische Immobilientochter GBG hat diese bezahlte Anzeige geschalten: Am Bild wird für drei ÖVP-Politiker geworben © kk
 

Ein kleines Inserat in einem Monatsmagazin sorgt im Grazer Rathaus für Aufregung. Inhalt des Inserates: die Nominierung des neuen Jugendzentrums Echo für den Bauherrenpreis 2018 (zu den Siegerprojekten gehts hier entlang). Auftraggeber: die städtische Immobilientochter GBG. Zu sehen am Inserat: neben Spitzenbeamten ein ÖVP-Politikertrio: Jugendstadtrat Kurt Hohensinner, Parlamentarierin Martina Kaufmann und Gemeinderätin Anna Hopper. Nicht zu sehen: Leute vom Jugendzentrum oder das Zentrum selbst.

Das ruft KPÖ-Gemeinderat Kurt Luttenberger auf den Plan, der sich in seiner Kritik am Aufheben des Kopfverbotes durch ÖVP und FPÖ bestätigt sieht. Bisher durften ja Politikerfotos nicht mit (halb-) öffentlichen Geldern beworben werden - das hat die schwarz-blaue Rathauskoalition wieder möglich gemacht. „Hier wird die Nominierung zum Bauherrenpreis dafür verwendet, ÖVP-Gesichter zu zeigen“, so Luttenberger. Und generell stellt sich die Frage, warum dieses Inserat rund um den Jahreswechsel geschalten wurde: Denn der Bauherrenpreis wurde bereits Mitte Oktober verlieren, das Jugendzentrum ging dabei leer aus.

GBG-Chef spricht von einem "Fehler"

Hohensinner selbst hat laut eigenen Angaben nichts von dem Inserat gewusst, GBG-Chef Günter Hirner spricht von einem „Fehler. Wenn überhaupt, inserieren wir normalerweise unsere Dienstleistungen wie das Entfernen von Graffiti.“ KPÖ-Mandatar Luttenberger das Inserat jedenfalls in der Gemeinderatssitzung kommenden Donnerstag thematisieren.

 

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