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Von Abschiebung bedroht"Mit traurigen Grüßen": Schüler kämpfen um zehnjährige Linda

Die 1a-Klasse des Grazer Oeverseegymnasiums kämpft um ihre Mitschülerin Linda. Sie sitzt seit mehr als einem Monat in Traiskirchen.

THEMENBILD: ASYL/FLUeCHTLINGE - ERSTAUFNAHMESTELLE TRAISKIRCHEN
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Von einem Tag auf den nächsten war Linda weg. „Niemand in der Schule hat gewusst, wo sie ist“, erzählt Dietmar Dragaric, ehemaliger Direktor des Oeverseegymnasiums und Leiter der Liga der Menschenrechte in der Steiermark.

Lindas Klassenkameraden der 1 a haben nun einen Brief unter dem Titel „Wo ist Linda?“ geschrieben und kämpfen um ihre Freundin. „Linda ist in Österreich geboren, sie ist in allen Fächern eine sehr gute Schülerin“, schreiben sie. „Einige von uns kennen sie seit dem Kindergarten. Wer kann unserer lieben Linda helfen?“ Gezeichnet ist der Brief mit „traurigen Grüßen“ und einem „We love you Linda“.

Die Schule versucht, zu helfen. „Unser Ziel ist es, dass Linda wieder bei uns in ihrer Klasse sitzt“, sagt die aktuelle Oeversee-Direktorin Jutta Weiker-Schwarz.

Foto © KK

Abschiebung wurde laut Innenministerium ausgesetzt

Derzeit sitzt Linda mit ihren vier Geschwistern und ihren Eltern, die aus Tschetschenien geflüchtet sind, aber in Traiskirchen. Und das seit 6. November. „Die Familie ist psychisch und physisch am Ende“, sagt Dragaric.

Seitens des Innenministeriums von Herbert Kickl (FPÖ) heißt es, dass die Familie am 8. November abgeschoben werden sollte – „aufgrund der neuerlichen Asylantragstellung wurde die Abschiebung ausgesetzt“. Die Familie wurde daher „zur Führung des Folgeverfahrens“ wieder nach Traiskirchen „überstellt“. Wie es jetzt konkret für Linda weitergeht? Das ist offen.

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