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EggenbergSchloss Eggenberg: Mauer des Unesco-Erbes bröckelt

580 Meter der Schlossmauer von Eggenberg mussten abgesichert werden. Der Sanierungsfall wird jetzt zum Großprojekt.

Die Schlossmauer wurde gesichert
Die Schlossmauer wurde gesichert © Fuchs
 

Die Mauer stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt mit dem Schloss Eggenberg als Unesco-Weltkulturerbe. Und doch setzen ihr Wasser und Schnee so sehr zu, dass sie dringend saniert werden muss. Kurzum: Das 580 Meter lange Teilstück der barocken Schlossmauer entlang der Baiernstraße könnte zum millionenschweren Sanierungsfall ausarten.

Die Alarmglocken läuten schon lange, kommende Woche wird es dazu einen großen Expertengipfel geben. Alexia Getzinger, Geschäftsführerin des Universalmuseums Joanneum, lässt keinen Zweifel an der Dringlichkeit offen: „Wir haben jetzt die Mauer soweit saniert, dass keine Gefahr durch herabfallende Teile besteht. Keine Frage aber ist, dass wir irgendwie das Geld auftreiben müssen.“ Die Summe von rund einer halben Million Euro allein für die Mauer wird kolportiert.

Für Barbara Kaiser, Leiterin der Abteilung Schloss Eggenberg steht aber fest, dass diese Summe nicht reichen wird. „Wir sanieren die Mauer ja schon seit Jahren immer wieder, das Problem liegt aber darin, dass die Straße dringend einen Kanal bräuchte. Bei Starkregen steht die Mauer einen halben Meter unter Wasser, dazu das Salz im Winter.“ Rund um den Garten mussten bereits Foliensperren errichtet werden, da keine Bäume mehr wachsen. „Das Joanneum allein kann dieses Problem nicht mehr lösen.“

Hintergrund der Aufregung ist, dass die Stadt Graz im Februar das Joanneum dazu verdonnerte, die Mauer herzurichten. Die Antwort war ein Einspruch, da das Joanneum ja nur Verwalter des Schlosses sei, Eigentümer aber das Land. Dieses ist aber auch Eigentümer der Straße. Laut Landesverwaltungsgericht habe man nun Zeit bis November 2019, um den Schaden zu beheben. Die Frage ist nur, wer das tun soll. Getzinger wiederholt: „Wie auch immer die Aufteilung sein wird, es wird etwas zu tun sein. Wir müssen Geld aufstellen.“

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