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AusbauWeiteres Mega-Projekt: Graz investiert 41 Millionen Euro

Erweiterung der Kläranlage: Gemeinderat soll morgen 2,9 Millionen Euro für Detailplanung freigeben.

Goessendorf Klaeranlage
2007 wurde die Kläranlage ausgebaut, jetzt ist man bereits wieder über Kapazitätsgrenze © Nunner
 

Es ist das größte Stück, das morgen auf der Tagesordnung im Gemeinderat steht – und vor allem jenes, das sich mittelfristig am stärksten im Budget niederschlagen wird. Die Stadt Graz will ihre Kläranlage in Gössendorf ausbauen und die Kapazität um 61 Prozent erhöhen. Kostenpunkt: rund 41 Millionen Euro, so weit die „Grobschätzung“.

Die Ausweitung der Kläranlage ist neben dem Murkraftwerk und dem Zentralen Speicherkanal, die beide gerade in Bau sind und je gut 80 Millionen Euro kosten, das dritte Megaprojekt an der Mur in Graz. Aber, so Kajetan Beutle von der Wasserwirtschaft der Holding Graz, es bestehe zwischen der Kläranlage und den anderen beiden Bauten kein Zusammenhang. Im Gegenteil: Durch den neuen Speicherkanal könne man die Auslastung besser steuern, weil man dieses Schmutzwasser eben zwischenspeichern und dann außerhalb der Spitzenzeiten in der Nacht abarbeiten könne, so Beutle.

Wir sind mit der Kläranlage bereits jetzt über der Kapazitätsgrenze. Und Graz wächst weiter.

Kajetan Beutle, Holding Graz

„Der Punkt ist: Wir sind mit der Kläranlage bereits jetzt über der Kapazitätsgrenze“, so Beutle, „und Graz wächst weiter. Deshalb müssen wir handeln.“ 2023 soll die Kläranlage neu dann in Betrieb gehen, das ist mit der Aufsichtsbehörde beim Land Steiermark so abgestimmt. Der Gemeinderat soll morgen als ersten Schritt die Kosten für die Detailplanungen über 2,9 Millionen Euro freigeben.

Bisher jüngste Ausbau ist erst elf Jahre her

Auffallend: Der bisher letzte Ausbau der Anlage hat nur elf Jahre gehalten. 2007 wurde die Kläranlage neu eröffnet, nachdem sie um fast 50 Millionen Euro auf den damals neuesten Stand der Technik gebracht worden war. Damals wurden die ursprünglich geplanten Baukosten deutlich überschritten.

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