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Wissenschaft

Biochemiker Gottfried Schatz verstorben

Der gebürtige Grazer war Mitentdecker der DNA der Mitochondrien (Zellbestandteile) und ein ausgezeichneter Vermittler von Wissenschaft. Von Norbert Swoboda

Biochemiker Gottfried Schatz
Biochemiker Gottfried Schatz © Hoffmann
 

Genauere Umstände waren am Freitag nicht bekannt, aber sein Tod hat sicherlich viele überrascht: Der gebürtige Grazer Gottfried Schatz verstarb am 1. Oktober im 80. Lebensjahr. Er war einer der bedeutendsten Wissenschaftler unserer Zeit, die aus Österreich stammen.

Schatz studierte zunächst an der Universität Graz Chemie und Biochemie, ehe er nach Wien und später in die USA ging. Ab 1974 war er Professor am Biozentrum der Universität Basel. Zwischen 2000 und 2004 war er Präsident der Schweizer Wissenschafts- und Technologierates.

Schatz wurde vor allem für seine Forschungen rund um die "Kraftwerke der Zelle", den Mitochondrien bekannt. Der Biochemiker publizierte mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten.

Essays zur Wissenschaft

Einem noch weit größeren Publikum wurde er durch seine Essays bekannt, in denen er sich etwa in der "Neuen Züricher Zeitung" mit verschiedenen Fragen der Wissenschaft beschäftigte. Das war so erfolgreich, dass er mehere Bände davon zusätzlich veröffentlichte. Er verfasste eine Autobiografie und zuletzt einen Roman, der im Wissenschaftsmileu spielt.

Zeit seines Lebens nahm er Anteil an der österreichischen Forschung und kritisierte zum Teil auch die zögerliche Haltung der Österreicher und der österreichischen Politik zur Forschung. Erst vor wenigen Wochen hielt er den Festvortrag anlässlich der 650-Jahr-Feier der Universität Wien. Auch mit Graz - sowohl mit der Karl-Franzens-Universität als auch der Medizin-Universität - blieb er verbunden.

Schatz hatte mit seiner Ehefrau Merete drei Kinder.

 

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